Porta der Domus Iunia

  • Hier ist die Porta der Domus Iunia.

    Der etwas in die Jahre gekommene Ianitor Araros verrichtet hier seinen Dienst und öffnet Gästen die Tür.

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    Ius Trium Liberorum
    Dominus Factionis (Factio Purpurea)
  • «Also nochmal. Du wirst dich tadellos benehmen.» instruierte Agricola den schnaufenden Mezena, der sich zwei Schritte hinter ihm mit dem Gepäck abmühte, «Du hältst dich im Hintergrund. Du schweigst. Du fasst nichts an. Hast du das verinnerlicht?» Keine Antwort. Nur Schnaufen. Der Iunier drehte sich nicht zu dem Thraker um, sonst wäre er ihm vielleicht doch noch in’ Gesicht gesprungen. «Und vor allem: Du wirst deine Latschen penibelst abklopfen, bevor du über die Schwelle trittst.» Seine Base war da sehr eigen, und bevor die ihn umbrachte, brachte er lieber den Thraker um.

    Alles hätte so harmonisch sein können. Nach einem bescheidenen Ientaculum, dem anschließenden Besuch einer Therme und der darauffolgenden stillen Andacht im Tempel der Iuno hatte sich Agricola zunächst ausgesprochen gut gefühlt. Gereinigt, erfrischt, voll Tatendrang. Allerdings war ihm sein gute Laune auf dem Weg von der Subura durch die Urbs bis zum Collis Quirinalis hinauf nach und nach abhanden gekommen. Die am Vortag von Mezena besorgte Salbe nämlich hatte sich unterwegs in eine fettige salzige Schmiere verwandelt, die weder einzog noch Linderung brachte. Im Gegenteil.


    Endlich war die Porta erreicht. Agricolas Atemzüge wurden tiefer. Seine Nervosität legte sich. Das hier war ihm vertraut. Die Gasse, das Haus, die Geräusche. Konnte es möglich sein, dass er es sogar vermisst hatte? «Wir werden sehn’» murmelte er halblaut und klopfte kräftig gegen das dunkle massive Holz.

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    | Araos der Ianitor |

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    Die Porta wurde wie meistens von Araos besetzt, der zwar die ionischen Familienmitglieder nicht am Klopfen erkennen konnte, aber er erkannte sie dann doch, wenn er die Porta öffnete und er war nur sehr selten überrascht, so auch an diesem Tage. "Salve Dominus Agricola. Komm nur herein, Dominus. Sollen wir ein Zimmer vorbereiten? Oder zwei?" Er blickte auf die Person hinter Agricola, und fragte sich ob es ein Sklave sei oder nicht. Aber er fragte nur sich selbst und nicht etwa Agricola oder gar den Fremden. Er war ja schließlich diskret.

  • Der Anblick des iunischen Obersklaven und der vertraute Klang seiner sonoren Stimme säten einen Hauch von Lächeln in Agricolas’ Miene. Mit einem freundlichen Nicken begrüßte er den treuen verlässlichen Servus, der gealtert aber nicht alt geworden war. «Ja Araros. Zwei Zimmer, in der Tat. Mein altes Cubiculum, so es denn frei ist ..» und das hoffte er doch sehr, «.. und einen Platz bei der Dienerschaft für den Thraker dort.» Mit einem strengen Blick auf Mezena klopfte sich der Iunier den Staub von den Sandalen, streifte sich dann die Sohlen gründlich auf der dafür vorgesehenen Flechtmatte ab und trat schließlich ein.

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    | Araos der Ianitor |

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    "Aber ja, Dominus, Dein Cubiculum ist natürlich nicht vergeben worden, es ist..." aber da war der Iunier schon am Ianitor vorbei, "unter Umständen etwas staubig." Aber das würde er schon selbst sehen, wenn er dort ankäme. Und für diesen Thraker wäre im servitricium sicherlich noch Platz. Nichts was den nicht mehr ganz jungen Ianitor aus der Ruhe bringen würde.

  • Während er verschnaufte ließ sich Mezena noch einmal die endlos wiederholten Einschärfungen des Patrons durch den Kopf sickern. Aber sicher würde er sich tadellos benehmen. Das tat er eigentlich immer. Schweigen? Im Hintergrund bleiben? Kein Problem, das war ihm nur recht. Nichts anfassen? Was sollte er denn anfassen? Er hatte gar keine Hand frei, um irgendetwas anzufassen. Der Iunier übertrieb es wieder einmal maßlos. Und was er da für ein Getue um seine Sandalen machte. Lächerlich. Aber gut, wenn das hier so Brauch war, wollte er mal nicht so sein. Amüsiert wartete Mezena ab, bis Agricola sein Gehanpel beendet hatte und tat es ihm dann gleich. Mit einem Nicken an den Sklaven trat er schließlich ebenfalls über die Schwelle.

  • Da in der kaiserlichen Kanzlei die Schreiben an zwei Männer mit sehr ähnlichem Namen verwechselt worden waren, kam Saturninus persönlich an die Porta ,um die richtiggestellten abzugeben und die alten wieder mitzunehmen:


    Saturninus räusperte sich und klopfte an die Porta.

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    | Araos der Ianitor |

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    Wie immer freundlich, aber bestimmt öffnete Araos die Porta. " Salve, wie kann ich dem Herren helfen?"

    Er schaute den Klopfenden an, offensichtlich kein Bittsteller und die Schriftstücke in der Hand, die denen so ähnlich sahen, die Dominus Varus so glücklich gemacht hatten, hatte der Ianitor schon eine Idee, was hier der Fall sein könnte, aber er begann nicht damit seine zumeist richtigen Prognosen über die verschiedenen Klopfer an der iunischen Porta kundzutun, sondern er schaute einfach nur freundlich drein.

  • "Salve Ianitor", grüßte Saturninus: 

    " Melde mich deinem Herren, Appius Iunius Varus. Mein Name ist Aulus Furius Saturninus, ich bin der Primicerius ab Epistulis der Kaiserlichen Kanzlei und habe ein wichtiges Anliegen."

    Er fühlte sich recht unwohl. Jemand hatte einen Fehler gemacht, und auch wenn er noch nicht genau den Verursacher des Irrtums kannte - den Verantwortlichen kannte er, denn das war er selbst. Nun musste er den Fehler ausbügeln. 

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    | Araos der Ianitor |

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    "Oh Dominus, natürlich sofort.", reagierte der Ianitor direkt und sogar noch freundlicher. Zum einen weil er recht hatte, es ging um die Schriftstücke die für Dominus Varus gekommen waren und zum anderen weil nicht alle Tage ein Primicerius bei ihnen vorbeikam. Also deutete er dem Laufburschen an, dass er den Besucher ins Cubiculum des Dominus Varus führen sollte, wo Varus gerade weilen sollte.

  • In der Vorsaturnalienzeit sollte man sich auch mal wieder zuhause blicken lassen, hatte Atticus beschlossen. Er war schon eine ganze Weile nicht mehr in der Domus Iunia gewesen, eigentlich wohnte er ja jetzt abwechselnd in der Statio Vigiles und der Domus Pompeia. Aber seine Mutter und sein Bruder wohnten noch hier, und außerdem wollte er nicht darauf verzichten, wenigstens ab und zu einmal mit Malachi zu trainieren.

    Also hatte er für heute seinen Besuch angekündigt, dass er eben letzteres einmal machen wollte und später vielleicht noch eine Kleinigkeit zum Abendessen mit essen. Und seinem Bruder ein wenig wahlweise seelischen Beistand leisten oder ihn ärgern. Und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, dann mal mit seiner Mutter reden. Wenn es sein musste.


    So aber klopfte Atticus an diesem Nachmittag an die Porta, und wartete, dass ihm geöffnet wurde. "Salve, Araros. Ich glaube, Malachi wartet schon auf mich." Der alte Ianitor bekam Atticus' schelmischstes Klein-Jungen-Grinsen, welches er immer aufgesetzt hatte, wann immer er als Kind einen Schabernack geplant hatte.

  • Araos der Ianitor


    Es war früh, aber der Sohn der Domins hatte sich ja angekündigt, somit war Araos schon auf Besucher eingestellt. „Guten Morgen Dominus. Nun ja warten würde ich das nicht unbedingt nennen was Malachi da gerade veranstaltet, aber ja er ist beim Training.“ Sagte der Türöffner und grinste heimlich in sich hinein.

  • Nero hatte sich in seine Toga geworfen. Oh man ja das war wohl das obligatorische Kleidungsstück bei so formellen Besuchen, aber unpraktisch wie nur irgendwas. Aber he schließlich war er hier um Werbung für sein Projekt zu machen. Also musste er wohl in den saueren Apfel beißen. Unter der Toga trug er eine Tunika aus feinsten Zwirn, bestickt mit dem tiberischen Wappen. Ja Prestige war alles. Und weil es hier um Prestige ging war er auch entgegen seiner sonstigen Gewohnheit mit der Sänfte angereist. Zurück würde er auf jeden Fall laufen, dieses umhergetragen werden, mochte er mal so gar nicht. So war es nun auch ein Sklave, der an die Porta klopfte um seinen Dominus anzukündigen.

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    Wie immer öffnete Araros die Porta der Domus Iunia, als angeklopft wurde. Er war schon lange Jahre der Ianitor und auch Maiordomus des Hauses, so dass er zu geübt darin war, Besuch in Empfang zu nehmen, um sprachlos zu werden. Aber kurz war er doch überrascht, als da eine Sänfte mitsamt Mann in Toga anhielt.

    "Salve. Ich nehme an, dein Herr ist Tiberius Caudex?" fragte Araros den Sklaven direkt und öffnete die Tür gleich mal so weit, dass man auch mit Toga stolperfrei hereinkam. "Meine Herrin erwartet ihn im Peristylum. Er möge bitte dem Jungen folgen. Die Sänftenträger können zum Hoftor kommen und sich im Hinterhof ausruhen."

    Das Ding bekam man auch weit genug für einen ganzen Ochsenkarren auf, da musste die Sänfte nicht so auf der Straße rumstehen bleiben. Außerdem war die Küche beim Hinterhof, dann konnten sie sich ein wenig verpflegen lassen. Sänften waren schließlich schwer.

  • Der diensteifrige Sklave nickt. „Ja genau dieser.“ sagte er als auch schon Nero heran schritt. Hatte er schon mal erwähnt, dass er diese Toga hasste. Der Sklave, der eben noch seinen Herren an der Tür angekündigt hatte, eilte zu ihm und richtete die Falten. So schritt Nero nun im gemächlichen Tempo auf die Tür zu. Das laufen in diesem Teil sollte er unbedingt noch üben. „Salve.“ grüßte er den Ianitor, dann machte er den Sänftenträger ein Zeichen, dass sie der Aufforderung nachkamen. Ja sie sollten sich ruhig etwas ausruhen, bevor sie ihre Leerfahrt zurück machen konnten. Nero hatte ja eh schon beschlossen zu Fuß zurück zugehen. So folgte er nun also dem Jungen um sich zu Iunia Axilla beringen zu lassen.

  • Nun er war in der Gegend, na ja was man so Gegend nannte, also hatte er sich entschlossen sein fehlendes Kleidungsstück abzuholen. Seine Toga hatte er abgelegt und diese lag in der Sänfte, man wollte ja schließlich eine abholen und nicht die nächste vergessen. So klopfte er nun in einer schicke weiße Tunika, die mit roten Stickerei abgesetzt war, an die Porta.

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    Nach einem kurzen Moment öffnete Araros die Tür. Er kniff kurz ein wenig die Augen zusammen, um den vor ihm stehenden Mann besser sehen zu können. Er kannte ihn. Der war doch erst vor einer Woche oder vielleicht zwei dagewesen.

    "Salve. Wie kann ich behilflich sein?" fragte Araros noch einmal nach. Von einem Termin für den heutigen Tag wusste er nämlich nichts.

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    Araros war sich unschlüssig. "Die Hausherrin ist zugegen. Tritt doch ein, Herr, ich werde fragen lassen, ob sie dich empfangen kann." einen Patrizier ließ man schließlich nicht draußen auf der Straße warten, sondern bat ihn zumindest ins Vestibulum herein und bot ihm auch etwas zu trinken an. So gehörte sich das in einem edlen Haus bei einem edlen Gast.


    Begoas wurde also losgeschickt und nach ein paar Minuten kam er rennend zurück und verkündete keuchend und lächelnd, dass die Hausherrin den Gast gerne in der Bibliothek empfangen würde.