[Außerhalb von Rom] Ein Ritt zu Dritt

  • Kara war zu ihnen aufgeschlossen und Nero grinste, er sah zu Flamma, der gut mit seinem Pferd zurechtkam. So nickte er seinem Leibwächter kurz zu und sah dann nach vorn.“ Seht ihr das kleine Wäldchen dort hinten?“ Fragte Nero und setzte gleich nach. „Wer zuletzt da ist.“ Er spornte seien Hengst an und ja es war unfair, erstens kannte er das Gelände und zweitens war Ares das schnellste der drei Tiere. Aber ja er mochte den Wettbewerb schon immer und Flamma und Kara schienen sich auf den Pferden auch wohl zu fühlen, so das man den Tieren ruhig mal ihren Auslauf lassen konnte.

  • Der bescheißt! Kara schüttelte den Kopf und spornte ihre Stute weiter an. Dass der Tiberier mehr ein zu groß geratenes Kind war, war ja nichts Neues für sie, aber dass er jetzt auch anfing, zu schummeln, um zu gewinnen, war sogar für ihn kindisch. Nichts desto trotz spornte sie ihre Stute an und versuchte, ihn einzuholen oder nach Möglichkeit zu überholen. Sein Pferd war ein größerer Hengst und er kannte die Gegend, also war die Chance, zu gewinnen, verschwindend klein. Aber zumindest Ashkan wollte sie dann doch abhängen. Sie war leichter als er, also hatte ihre Stute weniger an ihr zu tragen. Da standen die Chancen also nicht unbedingt so schlecht.

    Sie beugte sich tief über den Pferdehals und trieb die Stute mit Zügeln und ihren Beinen an. Die Geschwindigkeit war berauschend. Ein Sturz bei diesem Tempo wäre aller Wahrscheinlichkeit nach tödlich oder zumindest mit schweren Verletzungen verbunden, aber deshalb zurückhaltend reiten und vorsichtig sein? Niemals. Sie vertraute auf das Glück der Mutigen und darauf, dass das Pferd sich ebenfalls kein Bein brechen wollte und ließ das lange Ende des Zügels einmal links und rechts auf die Vorderflanken der Stute schnalzen, um sie noch mehr anzutreiben.

  • Nero lachte und grinste vor sich hin, wie ein kleiner Junge. Er nahm eine ganz ähnliche Position wie Kara ein und auch Flamma versuchte sich nah am Pferd zu halten. Ja man konnte sehen, dass alle drei den Wettbewerb irgendwie genossen. Natürlich war Nero der Erste der das kleine Wäldchen erreichte, er drosselte die Geschwindigkeit und ritt langsam hinein bis zu einer kleinen Lichtung, die mit zarten Waldblumen übersät war. Er stieg von Ares ab und gab ihn einem kleine Klaps. Der Hengst nutze die Gelegenheit und suchte sich einen schattiges Plätzchen wo es seiner Meinung nach wohl das beste Grün gab. Nero dreht sich zu Flamma und Kara um. „Wir machen einen kleine Pause.“ Sagte er und deutete in Richtung eines kleines Flusslaufes, welcher sich entlang der Lichtung schlängelte.

  • Ich hatte mich gerade wieder daran gewöhnt, auf einem Pferd zu sitzen, als der Dominus ein verdammtes Wettreiten vorschlug. Das war ja so klar. Ich blickte finster auf seinen Rücken, als er auch schon los preschte. Aber was blieb mir schon anderes übrig. Ich jagte ihm und Kara hinterher. Und ich war in Sorge um Kara, die ja auch nicht unbedingt täglich auf einem Gaul saß, also war die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sie von dem Vieh runter fiel. Passierte zum Glück nicht und doch warf ich immer einen Auge auf sie. Und ja ich würde als Letzter ankommen, denn ja Wettkampf hin oder her, ich war der verdammte Leibwächter und für ihre Sicherheit verantwortlich, da konnte ich ja wohl schlecht an allen vorbei jagen. So zügelte ich meine Pferd, als Kara und der Dominus schon abgesessen waren und nun auf der Lichtung standen. Ich stieg auch von meinem Hengst ab und ließ ihn ebenso auf der Wiese grasen. Dann sah ich mich um und ja ich war beeindruckt. „Netter Ort.“ Sagte ich, denn ja solche Orte kannte ich nicht, Rom war immer voller Staub und Sand, aber hier war von der Stadt weit und breit nichts zu sehen und zu hören, es war still. Eine angenehme wohltuende Stille.

  • “Du schummelst!“ rief Kara, noch während sie ihr Pferd zügelte. Sie ließ ihre Stute noch ein wenig langsam gehen, damit sich deren Puls wieder beruhigen konnte, ehe sie anhielt und ein Bein über den Pferdehals warf. Elegant ließ sie sich an der Vorderflanke der Stute runterrutschen. Nicht ganz so elegant war es, dass die Satteldecke mitrutschte, aber Kara tat so, als wäre das Absicht gewesen. Ihre Schenkel zitterten ein wenig von der Anstrengung, denn fast die komplette Strecke war ihr ganzes Gewicht nur von ihren Oberschenkeln getragen worden. Heute Abend würde sich das als Muskelkater wohl rächen, aber bis dahin war noch lange. Sie ging selber ein paar Schritte zur Lockerung ihrer Muskeln, um dem entgegenzuwirken, und grinste ihren Mann an, als auch der von seinem Pferd abstieg. “Na, lahme Schnecke“, grüßte sie ihn und schlang die Arme um seinen Hals, um ihn einmal zu küssen.

    Als sie sich wieder trennten, sah sie sich auf der Lichtung um. Ihre Stute hatte sich auch ein schönes Fleckchen gesucht und begann, den Klee und die Gänseblümchen zu fressen, die dort wuchsen. Am Rand murmelte ein Flüsschen vor sich hin, zu dem der Tiberier ging. Überall summte es. Kara schlenderte auch in Richtung des Flüsschens am Waldrand entlang. Sie entdeckte dabei kleine grüne Büschchen und jauchzte einmal mehr als erfreut. Sie war schneller auf den Knien, als die Männer wohl gucken konnten, und suchte mit geschickten Fingern die roten Walderdbeeren von den kleinen Pflänzchen. “Wir bräuchten ein Tragetuch“, meinte sie vergnügt, während sie dann und wann eine Erdbeere naschte und den Rest der kleinen, roten Früchte in ihrer Hand sammelte. Mit vollen Händen schließlich ging sie dann weiter zu dem Fluss und bot erst Ashkan und dann auch dem Tiberier von ihrer Beute an, während sie sich im Schneidersitz ans Ufer setzte. Ja, hier war ein schönes Fleckchen, um Pause zu machen. Und um Erdbeeren zu futtern.

  • Ich setzte mich hinter Kara und ließ mir ihre Beute schmecken. Dann zog ich sie aber dichter zu mir und küsste ihren Hals. „Süß. Aber ich kenne etwas das besser schmeckt.“ Raunte ich ihr zu, während ich sanfte Küsse auf ihren Hals verteilte. „Und außerdem hatte ich die ganze Zeit einen mehr als anregenden Ausblick.“ Denn ja ich war hinter ihr geritten und konnte die ganze Zeit ihren prächtigen Hintern bewundern. Ich sah kurz auf, als sich der Dominus zu uns setzte. Er blickte zu mir und ich nickte. Ja er versicherte sich ob es immer noch in Ordnung für mich war. Und das ehrte ihn, denn er könnte es auch einfach befehlen. Meine Händel glitten um Kara herum und ich fing an durch ihre Tunika hindurch mit ihren Brüsten zu spielen.

  • Nero nahm die Beeren grinsend an und naschte sie mit dem Genuss, mit dem er alles süße verschlang. Er beobachtete kurz die Zweisamkeit der Beiden, bevor er näher kam, ein Blick zu Flamma mit der darin verbundenen Frage und als dieser nickte setzt Nero sich dicht neben Kara und zeitgleich mit Flamma der Karas Brüste streichelte, fuhr seien Hand ihr Bein hoch und unter ihr Kleid. Sein Streicheln war sanft und neckend, aber auch fragend ob sie das wollte. „Du reitest wirklich gut Kara.“ Sagte Nero und seien Stimme war rau und belegt und ja seien Augen waren dunkel und voller Begehren.

  • Ashkan setzte sich zu ihr und zog sie schon kurz später zu sich. Kara schaute etwas verwundert und belustigt, als er anfing, ihren Hals zu küssen. Sie hatte nichts gegen kleine Liebesbeweise, aber jetzt? Hier? Wegen des Ausblickes beim Wettrennen? Kara zog die Augenbrauen hoch und grinste frech. “Ich wusste ja gar nicht, dass du so auf Pferdeärsche stehst“, neckte sie ihn, als er auch schon anfing, die Zärtlichkeiten auszuweiten und leicht über ihre Brüste zu streicheln.

    Auch der Tiberier kam dazu, und Kara schaute nun wirklich einmal zwischen ihm und Ashkan hin und her. Es musste da so etwas wie ein geheimes Männerzeichen für Sex geben, hatte sie den Eindruck, oder die beiden Kerle hatten sich im Vorfeld abgesprochen und sie im Dunklen gelassen. Zwar hatte Kara heute zum ersten Mal ein Schwämmchen getränkt in Granatapfelsirup und Honig in Benutzung, und vielleicht hatte ein kleiner Teil von ihr auch darauf gehofft, dass es gebraucht werden würde, aber wirklich gewusst hatte sie es nicht.

    Er fing an, ihr Bein zu streicheln und seine Hand glitt dabei unter ihr Kleid. Sie sah seine Augen und konnte darin eindeutig erkennen, dass er sie jetzt wollte. Ihr Herz schlug etwas schneller, etwas aufgeregter und ihr Atem beschleunigte sich gleichermaßen etwas. Sie wollte ihn. Aber sie hatte ebenso einen Bogen um ihn gemacht, wie er um sie, seit ihrer Zweisamkeit in seinem Officium. Und noch mehr hatte Kara sich zurückgehalten seit ihrer Hochzeit und all dem, was zwischen ihr und Ashkan dabei gesagt worden war. Sie wollte Ashkan nicht verletzen, sie hatte Angst, ihn zu verlieren. Und sie war sich nicht sicher, ob es Ashkan wirklich ernst damit war, dass sie sich ruhig austoben konnte, und sie wusste auch nicht, ob er das bisherige Arrangement mit dem Tiberier fortsetzen wollte.

    Sie wollte es. Sie wollte es so sehr, dass seine Berührung fast wie Feuer brannte und sie sich kurz auf die Unterlippe biss, als sie seine Hand an der Innenseite ihrer Schenkel fühlte. Ein Blick in ihre Augen würde wohl genügen, um zu wissen, dass sie es wollte. Aber doch wandte sie den Blick von ihm ab und zu Ashkan. Sie fühlte sich schuldig, als sie ihn ansah, ihn fast schon mit ihrem Blick anflehte, aber sie brauchte seine Rückversicherung, dass es in Ordnung war. Erst, als er ihr zunickte, küsste sie ihn einmal sanft und schloss dankbar die Augen, ehe sie sich nun ernsthaft dem Tiberius zuwenden konnte. Ihr Herz flatterte fast wie beim ersten Mal, als sie leicht über seinen Arm zur Schulter streichelte und mit dem Kopf ganz leicht in seine Richtung kam. “Ich hab es vorhin schon gesagt: Eigentlich habe ich lieber einen Kerl zwischen meinen Schenkeln beim reiten“, sagte sie mit dunkler Stimme und suchte mit ihren Lippen die seinen.