People learn to love their chains

  • Nun ich brauchte Sklaven. Ja brauchte ich. Hatte ich doch gedacht, dass ich auf die meiner Verwandten hier in Rom zurückgreifen konnte, aber nein konnte ich nicht. So musste ich mir nun also einige Sklaven neu beschaffen. Geld war nicht das Problem, das Problem war, dass ich mich selbst darum kümmern musste. Ich hätte den Tag so angenehm verbringen können. Kleider kaufen, Schmuck kaufen, in die Thermen gehen, aber nein ich musste in der Kälte auf die Märkte und sehen was das Angebot hergab. Nun ja ich ließ mich mit einer Sänfte zum besten Sklavenmarkt bringen, schließlich wollte ich keinen Ausschuss haben. So entstieg ich der Sänfte und verschaffte mir einen Überblick, dann wandte ich mich an den Händler. „Ich brauche einen guten Leibwächter.“ Ja das war so ein Prestigeding. So was brauchte man unbedingt um zu zeigen, dass man was Besseres war und es sich leisten konnte.

  • Der Händler, ein dicklicher Mann, hatte eine gebrochene Nase, wie es ausschaute. Nichtsdestotrotz hielt er tapfer Haltung und machte einen so erhabenen Gesichtsausdruck, wie es ihm möglich war in Anbetracht der Umstände.

    "Sehr wohl", grüßte er sie und deutete auf eine Ansammlung von Vorhängen, die für seine diskrete Klientel aufgebaut worden waren. Immerhin schätzten seine Kunden es, wenn nicht halb Rom dabei zusah, wie sie ihre Vorlieben offenlegten. Illegal war hier nichts - nun, das meiste nicht -, doch schätzten die Leute, die hier einkauften, seine Diskretion und zahlten gut dafür. Und dies wiederum spiegelte sich in der Ware wieder, die nur aus den exquisitesten Männern und Frauen bestand, die man für Geld erstehen konnte, jedenfalls wenn man ihn selbst fragte. Er zog den Vorhang für Cornelia zurück und offenbarte einen kleinen Platz, durch die Vorhänge vor Blicken geschützt. Hier standen Pfähle, an denen Sklaven festgebunden waren, kleine Podeste für besonders ansehnliche Exemplare oder große Käfige für die "Restposten". Massenware, die vermutlich auf irgendeinem Feld oder in einer Mine enden würde, weder besonders intelligent noch besonders hübsch. Weitaus mehr Beachtung fanden jugendliche hübsche Gesichter. Ein Ehepaar bewunderte soeben einen jungen Griechen, der womöglich die Ehe der beiden ein wenig aufpeppen sollte, während sich eine johlende Menge junger Römer vor zwei exotischen Mädchen versammelte - er würde die Burschen wohl entfernen müssen, bevor es zu ausgelassen wurde. Zwischen all dem Treiben huschten seine Mitarbeiter hin und her, erklärten Interessenten etwas über die Sklaven oder priesen diese mit übertriebenem Lob an.

    Weiter hinten befand sich ein junger Nordmann, der die Menge mit finsteren Blicken taxierte. Ja, wenn Blicke töten könnten, wären sie hier allesamt verröchelt wie die Fliegen. Der Händler spürte eine ganze Menge Wut auf diesen Bastard, der ihm ins Gesicht geschlagen hatte, doch hoffte er einfach, dessen neues Leben würde ihn für diese Tat strafen. Solange er für diesen frechen DUmmkopf einen ansehnlichen Preis erzielte, hatte er den Kampf gewonnen.

    Wie die meisten der ansehnlicheren Sklaven war dieser Nordmann größtenteils nackt, bis auf das leichte Tuch über seinen Lenden, das sich jedoch im Falle des Interesses schnell entfernen ließ. Er wusste eben, womit er Geld machen konnte und, man musste es leider sagen, der Barbar war eine ebensolche Augenweide wie die beiden hübschen Sklavinnen gegenüber. Allerdings war er auch gewalttätig, wie seine eigene Nase bewies, weshalb seine Hände in Schellen steckten, welche wiederum mit einer Kette an einem Ring im Boden verbunden waren, damit er die Fäuste nicht höher als zum Nabel heben konnte.


    "Leibwächter", wiederholte der Händler geschäftstüchtig und eifrig und deutete über die Exponate. "Hier wirst du fündig werden, Verehrteste! Bitte, sieh dich nur um. Wo du auch hinblickst, wirst du nur das Beste vom Besten erblicken."

  • Natürlich tart ich ein und nahm Platz, ja es war ungewöhnlich, aber ja ich war auch froh, dass ich nicht auf dem Präsentierteller stand. Schließlich hatte ich noch keinen adäquaten Schutz. Aber das wollte ich ja hier und heute ändern. So ließ ich meinen Blick über das Angebot schweifen ich fand ein zwei oder drei Männer, die mir ins Auge stachen. Dann blieb meine Augen einen einem Barbaren hängen, der weiter hinten angebunden war und nicht nur angebunden wie die anderen, nein der lag in Ketten. Ich zweigte auf eben jene Barbaren. "Ist er aufmüpfig oder ein Kämpfer? Was ist der Grund für seine Ketten?“ Fragte ich, denn ja ich brauchte einen Leibwächter, aber ganz sicher keinen der aufmüpfig war und erst erzogen werden musste. Gut etwas Erziehung wär im Bereich des möglichen, aber ich wollte keinen Sklaven, den man brechen musste, denn einen Leibwächter sollte schon kämpfen können, aber nicht gebrochen sein. Ich sollte ihm vertrauen können und er mir. Eben eine gesunde Basis für beide Seiten.

    Und ja vielleicht konnte der auch meinen Körper auf einen andere Art und Weise auch schützen. Er sah ja recht schnuckelig aus. „Bringt ihn näher, ich möchte ihn mir genauer ansehen.“ Forderte ich den Händler auf.

  • "Dieser dort? Kommt aus dem Norden", erklärte das Dickerchen eben und winkte zweien der Männer, den Barbaren loszumachen. Wie es aussah, wäre der Kampf schneller als gedacht gewonnen.

    "Er trägt diese Ketten, da er seinen Platz noch nicht zur Gänze kannte", erklärte er ihr, ohne auf seine Nase zu deuten. "Doch ich versichere dir, er hat seine Lektion gelernt. Er wird allerdings noch weitere Lektionen in Gehorsam benötigen, das will ich dir nicht verschweigen. Er ist jedoch unserer Sprache mächtig und weiß, was ihn erwartet, wenn er sich nicht fügt."

    Die beiden Knechte zogen den noch gefesselten Barbaren herbei, der die Frau mit einer Mischung aus Verachtung und Neugier betrachtete.


    Alaric war wütend. Eigentlich war er die ganze Zeit wütend, seit die Verzweiflung nachgelassen hatte. Allein in dieser fremden Welt fühlte er sich hilflos und wollte am liebsten um sich schlagen. Hier war er mitten im Herzland des verdammten Feindes und konnte nichts tun, als sich verkaufen zu lassen. Märkte wie diesen kannte er gar nicht. Abgesehen von der Sklaverei hatte sein Volk selten feste Orte zum Handeln eingerichtet. Sie hatten Dinge gebracht, die andere hatten haben wollen und dafür andere Güter erhalten. Er gab es nicht gern zu, doch dieser Ort machte ihm Angst.

    Vor sich stand nun eine junge Römerfrau. Den Blick kannte er schon. Den hatten ihm schon viele zugeworfen, die sich aber dann von einem bösen Knurren hatten abhalten lassen, ihn zu kaufen wie ein Stück Vieh.

  • Ich erhob mich, als sie mit dem Sklaven näher kamen. Den Händler blendet ich nun aus. Wie schon gesagt ich brauchte einen Leibwächter. Also einen Sklaven, der mein Vertrauen genießen würde und den behandelte man nicht wie einen gewöhnlichen Haussklaven wie Luft oder wie einen Möbelstück. Nein wenn er bereit wäre seien Leben für mich zu geben, dann würde er - wenn es denn soweit war – mein Vertrauen und ja auch teilweise meinen Respekt genießen. Aber noch war es nicht soweit. Natürlich hate ich im Hinterkopf, dass er noch Ein paar Lektionen benötigen sollte. Ich blickte dem Mann ins Gesicht, nicht auf den Körper, den hatte ich mir schon angesehen als sie ihn gebracht hatten. Jetzt wollte ich seien Augen und seien Reaktion sehen. „Es ist gut, dass du unsere Sprache sprichst.“ Sagte ich zu dem Sklaven. „Wie ist dein Name?“ Ja ich fragte ihn danach. Es sollte ihm zumindest vorgaukeln, dass es mich interessierte. Tat es nur in soweit, dass er ihn behalten durfte – unter der Voraussetzung, das ich ihn kaufte – wenn ich ihn aussprechen konnte. Nun aber wartete ich erstmals auf Antwort des Mann, der mich um mindestens einen Kopf überragte.

  • Er hasste diese Blicke langsam. Ihm war klar, dass alle ringsum starrten - das Dickerchen und seine beiden Handlanger, aber auch die Männer und Frauen um sie her, vermutlich eher aus Interesse an der Frau als an ihm. Ihm war aufgefallen, dass sie sich demonstrativ unterhielten, wenn sie an ihm vorbei gingen oder ihn anschauten, wie um ihm zu zeigen, wie wenig sie seiner Gesellschaft beimaßen. Diese hier war die erste, die direkt mit ihm sprach.

    "Hast du gehört? Du sollst ihr antworten!", ließ der Sklavenhändler hinter ihr verlauten, dabei sprach er laut und langsam, als sei er taub. Nach einem kurzen Zögern antwortete er daher:

    "Alaric. Heiße ich."

  • Ich blicke nun doch zu dem Händler. „Ich denke er kann für sich selbst reden. Lasst uns allein.“ Sagte ich und schüttelte leicht den Kopf, während die Männer sich ein Stück entfernten. „Alaric.“ sprach ich langsam seinen Name aus und lies ihn leise über meine Lippen rollen. Ich nickte, ja den Namen konnte man sich merken und ihn auch aussprechen. „Nun Alaric. Ich hörte, dass du aus dem Norden kommst.“ Sagte ich und ja für uns waren das alles Barbaren, aber das sagte ich nun natürlich nicht. Ich nickte zu dem Händler. „Das hat der da zumindest gesagt. Ich suche einen Sklaven.“ Ja das war offensichtlich, sonst wäre ich wohl nicht hier. „Aber ich suche keinen Arbeits- oder Haussklaven. Ich suche einen der bereit wäre mich zu schützen wenn es nötig ist. Meinst du, dass du das könntest?“ Sagte ich und blickte Alaric in die Augen. „Ich meine du siehst aus wie jemand der es versteht zu kämpfen.“ Machte ich ihm tatsächlich ein Kompliment. „Wärst du denn bereit das für mich zu tun, wenn ich dich hier raushole?“

  • Alaric musste aufmerksam zuhören, denn die römische Sprache war ihm noch nicht so geläufig. Doch er verstand das wesentliche. Sie wollte ihn kaufen. Er sollte ihr Sklave werden. Er musterte sie aufmerksam und dachte nach. Er hatte immer lieber sterben wollen, als je einem Römer zu dienen, aber es war, wie sie sagte: Eine Gelegenheit, von diesem Schauplatz hier wegzukommen. Wie sie es ausdrückte, sollte er sie schützen und für sie kämpfen. Bei ihnen zuhause galt dies für einen Krieger als ehrenvolle Aufgabe, doch vor allem wirkte es auf den ersten Blick wie ein leichtes Mittel, zu entkommen, jedenfalls wenn die Zeit reif war. Er wusste, klug war es nicht. Die Konsequenzen hatte man ihm bereits erklärt. Doch alles war besser, als hier zu bleiben. Jedenfalls, bis ihm etwas Besseres einfiel.

    "Du willst mich kaufen?", fragte er daher langsam, als ob er die Worte erst um seine Zunge rollen müsse. "Du?"

    Eine Frau... Er ließ sich nicht gern sagen, was er tun solle. Erst recht von einer Frau. Gut, seine Mutter war die Ausnahme gewesen...

    "Ich kann kämpfen", sagte er schließlich, was zwar stimmte, aber wie wollte sie das nachprüfen? "Und ich kann dich beschützen."

  • Ich nickte. „Gut.“ Sagte ich und betrachtete den Mann aufmerksam. Ja er war nicht gebrochen, was gut war, denn ich war zwar eingebildet, aber ich bevorzugte Sklaven, deren Geist noch gesund war, die nicht durch die Peitsche gezähmt oder gebrochen waren. Nein auf solche lebenden Leichen konnte ich verzichten. „Wirst du ohne Probleme mit mir mitkommen oder muss ich dich liefern lassen. Ich würde es bevorzugen, wenn du einfach mit mir mitkommst.“ Sagte ich und ich sprach langsam und deutlich. Und ja ich konnte ihn wie eine x-beliebige Ware liefer lassen, aber ich wollte ihm deutlich machen, dass er das eben nicht war. Er nicht. Die normalen Haussklaven, die würde ich natürlich liefern lassen. Aber ihn hier nicht. Ich gab dem Händler ein Zeichen. „Ich brauche neben ihm hier noch andere Sklaven. Aber die anderen brauche ich noch nicht heute.“ Sagte ich und übergab einen Liste mit der Summe die ich bereit war zu bezahlen. „Sobald ich ein Haus gefunden habe, werde ich dich das wissen lassen, damit du weißt wohin sie zu liefern sind.“ Der Mann nickte. „Ihn hier...ihn möchte ich jetzt mitnehmen. Was ist sein Preis?“

  • Diese wollte also wirklich seine Herrin sein. Einerseits musste man sich da ja fast schämen. Andererseits... vielleicht konnte er das Weibsbild ja auch zähmen, wer weiß? Alaric war es gewöhnt, dass ihm begehrende Blicke folgten und meinte, auch von ihr bereits Interesse zu erfahren.

    Natürlich konnte er sie einfach töten, in einem unbeobachteten Moment. Doch ihm war mehrmals klargemacht worden, welche Konsequenzen dies haben konnte, vor allem für andere Sklaven im Haushalt. Sklaven, denen er keine Treue schuldig war. Doch er wusste nicht, ob er in der Lage war, unschuldige Leute für seine Verbrechen zahlen zu lassen. Einmal abgesehen davon kannte er sich hier nicht aus. Nein, dies wäre ihrer beider Tod gewesen. Alarics Entschluss war gefasst. Er würde sich der Frau für nun anschließen, denn sicherlich wäre jede andere Option nachteilig für ihn. Wer konnte ahnen, wohin ihn der nächste Käufer stecken würde? Es war eine Sache, am Stolz festzuhalten. Eine völlig andere, eine Gelegenheit sausen zu lassen...

    Er sah mit stoischer Miene zu, wie der verhasste und übergriffige Händler seinen Preis nannte und die beiden sich scheinbar handelseinig wurden. Er warf dem Kerl einen hasserfüllten Blick zu. Wenn er ihm nochmal unterkam, würde er ihm die Zähne einschlagen...

    Nun gut, würde er sie eben begleiten... vielleicht lernte er dann, wie er sich in diesem Moloch von Stadt zurechtfinden konnte...

  • Ich wurde mir mit dem Händler einig, auch wen der versuchte mich übers Ohr zu hauen, so gelang ihm das nicht. Ich sagte ihm, wann und wo er sein Geld bekommen würde und ja ich würde es am Seiteneingang der Villa Aurelia für ihn hinterlegen lassen. Er würde es nur im Gegenzug zur Besitzurkunde bekommen. Diese würde ich meinem Tutor zukommen lassen, damit er den Kauf bestätigte und den Sklaven meinem Besitz zuschrieb. Ja war einfach Scheiße, wen man nichts ohne Mann machen konnte zum Glück war meine Tutor ein gutmütiger Mensch, der mir nichts abschlug.

    „Nehmt ihm die Ketten ab.“ Sagte ich nachdrücklich und drehte mich zu Sila, die den Mann mit großen Augen ansah. „Lauf los und besorge eine Tunika für ihn“ befahl ich ihr. Sie nickte nur in stummer Bewunderung für den Barbaren und lief los.

    Ich schüttelte den Kopf und sah zu, wie man den Mann von seinen Ketten befreite. Ich nickte zufrieden und sah meinen Neuerwerb an. „Nun lass uns etwas abseits warten, bis Sila mit deiner Kleidung kommt."

    Ja auch wenn er mehr als nur vorzeigbar war, würde ich nicht mit so einem Prachtexemplar von einem Mann durch Rom laufen, schließlich wollte ich nicht das andere haben wollten was nun mir gehörte.

    „Wie alt bist du eigentlich?“ Fragte ich den Mann nun, denn wir mussten die Zeit bis Sila wiederkam ja füllen. Ich wusste sie würde nicht lange brauchen, aber auch meine Leibsklavin konnte nicht zaubern und so würde ich mich einen Moment gedulden müssen, bis sie wiederkam und wir hier weg konnten.

  • Alaric hatte gerade zu dem anderen Mädchen gesehen, die ihn musterte als habe sie noch nie einen Mann in ihrem Leben gesehen. Da wurde er auch bereits angesprochen und wandte sich seiner neuen "Besitzerin" zu, die für ihn eine Tunika orderte. Das hatte er schon gehört, dabei handelte es sich um diese römischen Hemden. Immerhin bekam er endlich etwas zum Überziehen, auch wenn er sich fragte, ob dieses Zwergenvolk ein Kleidungsstück besaß, das ihm auch passte.

    Nun warteten sie also hier, an diesem stickigen Ort, den Alaric nur schnellstmöglich verlassen wollte, als das Weib wissen wollte, wie alt er war. Er warf sich stolz in die Brust.

    "Alt genug", sagte er voller Überzeugung. "Ich zähle neunzehn Sommer." Und dabei ließ er es bewenden. Alaric war in der Heimat als kleiner Prahlhans bekannt, der Witze machte und viel erzählte. Hier jedoch hatte er nur wenig Motivation, eine längere Unterhaltung zu führen. Missmutig ließ er den Blick schweifen. Genügend der Sklaven würden hier nicht wegkommen oder an einen Ort, der weitaus schlimmer war. Wie schrecklich so etwas war, merkte man wohl nur, wenn es einen selbst traf... Doch diese Leute waren nicht seine Angelegenheit. Nicht mehr.

  • In Ordnung, für Konversation war er nicht zu haben. Musste er ja auch nicht. Seien Aufgabe würde ja auch eine andere sein. So ließ auch ich meine Blick schweifen. Die Sklaven, die angeboten wurden interessierten mich nicht. Nein ich hatte bestellt was ich wollte und einen nahm ich auch gleich noch mit. So lag meine Blick auf anderen Dingen die hier angeboten wurden, als Sila auch schon wieder angerannt kam. Hatte ich schon mal erwähnt, dass diese Frau nicht mit Gold aufzuwiegen war. Sie reichten dem Kerl mit schüchternem Blick und zitternden Händen einen Tunika. Und ja sie würde ihm passen. Sila hatte ein Auge dafür und ja auch hier in Rom wurden natürlich passende Sachen für die größeren Sklaven. Ich blickte nun auch zu meinem Neuerwerb und wartete das er sich das Kleidungsstück überzog. „Bist du dann so weit? Alaric.“

  • Als das Mädchen wieder angerannt kam, hatten sie sich bereits eine Weile angeschwiegen. Immer mal wieder hatte er zu seiner neuen Herrin herüber geschielt. Hey, er war ein Mann. Wenn er schon gekauft wurde, dann wenigstens von einem hübschen Weibsbild.

    Apropos, die Dienerin kehrte zurück und brachte seine Kleidung - schneller als erwartet. Er wusste nicht, wie alt sie war, doch führte sie sich auf wie ein junges Ding, das noch nie einen Mann gesehen hatte. Sie schien fast zu sabbern. Alaric nahm, amüsiert schnaubend, die Tunika entgegen und streifte sie sich über den Kopf, wobei seine Muskeln sich rührten wie jene eines Raubtiers im Sprung. Ihre offene Bewunderung erheiterte ihn zwar, aber so ganz seine Sache war sie nicht - wobei, lernte man nicht auf alten Stuten das reiten?

    "Ich bin soweit", sagte er, als er angesprochen wurde und musterte seine Erscheinung unter dem Stoff. Es war nicht eben unbequem, aber auch nichts besonderes, soweit er das beurteilen konnte. Dem Händler und seinen Handlangern warf er noch einen giftigen Blick zu, ehe er der vorwitzigen Frau folgte, für die er nun sorgen sollte...

    Götter, worauf ließ er sich hier ein?

  • Meine arme Sila wurde tatsächlich rot bei dem Anblick des Muskelspiels. Ich nicht, aber ich fand es dennoch anregen. Nun das könnte er öfter für mich tun... seien Muskeln spielen lassen. Ich lachte leise und stieß Sila an, damit sie ihren Mund schloss und nicht tatsächlich das sabbern anfing. „Gut dann lass uns gehen."


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.Sila ging neben dem Mann her und beide ein paar Schritte hinter mir, so wie es sich gehörte.

    Sila warf dem Mann immer wieder ein paar verstohlenen Blicke zu. „Ich bin Sila.“ Sagte sie schließlich und schwieg dann wieder. Ich schritt zur Sänfte und setzte mich hinein. Meine Sklaven würden der Sänfte folgen und wir begaben uns zur Villa Aurelia.