[Officium Maiordomus]

  • Wie faltet man eine Toga?

    Nach dem Bad musste ich erst einmal wieder mich zurechtfinden. Ich musste Morrigan finden, und das war gar nicht so einfach. Ja, ich fragte die anderen Sklaven nach ihr, und jeder schickte mich gefühlt in eine andere Richtung, so dass ich sicherlich fünf Mal durch das ganze Haus gelaufen war, bis mir schließlich jemand sagte, sie sie im Officium des Maiordomus. Ich hatte nicht mal gewusst, dass sie der Maiordomus war, aber das erklärte sehr viel. Und doch wieder nicht, denn eigentlich hatte der Maiordomus doch sicher besseres zu tun, als einer Sklavin beizubringen, wie man Togas faltete? Und hatte der Hausherr nicht einen anderen Namen genannt? Theodus oder sowas ähnliches? Aber egal, endlich zeigte mir jemand die richtige Tür, und ich klopfte an. Die Stimme, die mich hereinbat, klang zumindest weiblich, was mich hoffen ließ, richtig zu sein, und nachdem ich die Tür dann geöffnet hatte, war ich erleichtert, das Gesicht wiederzuerkennen.

    "Dominus Rufio schickt mich zu dir. Er möchte, dass ich bis morgen früh lerne, wie man eine Toga anlegt", sagte ich und hoffte, dass ich jetzt nicht gleich ins nächste Fettnäpfchen getreten war. Denn eigentlich wollte ich mich mit Morrigan ja gutstellen. Insbesondere, wo ich jetzt wusste, welche Stellung sie innehatte.

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan brühtet gerade über den Abrechnungen auch etwas was Theophas gepflegt ihr überließ. Er schnappte sich dann immer nur die Wachstafeln um sie dem Aurelier vorzulegen und um vor dem Dominus mit ihrer Arbeit zu glänzen. Ja sein Maiordomus, der mal so gar nichts auf die Reihe bekam. Aber sie wusste auch, egal was sie sagte oder tat, sie würde am Ende den Ärger abbekommen und der Aurelier würde sie aufgrund ihrer Vergangenheit eh niemals zum Maiordomus machen. Also hielt sie den Laden am Laufen, erledigte einen Arbeit die eigentlich nicht die ihre war, damit im Haus alles glatt lief. Es nervte sie halt nur das Theophas auch noch die Frechheit besaß sie anzumaulen, wenn etwas für seine Begriffe nicht schnell genug erledigt war. Gerade bevor er zum baden gegangen war, hatte er sie noch angeschnauzt weil die Abrechnungen noch nicht gemacht waren. Sie würde also die halbe Nacht hier verbringen müssen um seinen Mist aufzuarbeiten. Um alles in die Bücher zu übertragen, damit alles seien römische Ordnung hatte. Sie blickte auf und nein sie war nicht unfreundlich. „Ja komm rein.“ Sagte sie und widmete sich wieder der Zahlenreihe. „Einen Moment noch, ich muss den Gedanken noch zu Ende führen.“ Ja sie wollte nicht mittendrin aufhören, sonst müsste sie später von vorn anfangen. Nach einer Weile legte sie die Schreibutensilien beiseite. „Dominus Rufio will also, dass du lernst wie man eine Toga anlegt?“ Fragte sie und erhob sich. „Warte kurz.“ Sagte sie und huschte aus dme Zimmer. Nur wenig später war sie mit einem Stoffberg über dem Arm wieder da. „Hier haben wir so ein gutes Stück." Sagte sie und legte den Stoffberg auf den nun leeren Tisch. „Gesehen hast du aber schon mal einen angelegte Toga oder?“

  • Natürlich wartete ich schweigend, während Morrigan arbeitete. Fasziniert beobachtete ich, wie sie Zeichen auf eine Wachstafel kritzelte. Ganz offensichtlich konnte sie lesen und schreiben. Auch das betonte, welch hohe Stellung sie wohl hatte, denn einfache Sklaven lernten sowas eher selten. Es konnten ja noch nicht mal alle Römer schreiben. Gut, die meisten Römer, weil sich viele doch eine Schule für ihre Kinder leisteten, um ihnen zumindest das beizubringen. Aber Sklaven? Nein. Nur, wenn sie dafür gedacht waren, irgendwas schreiben und lesen zu müssen.

    Und mein Volk schrieb nicht. Man misstraute dem geschriebenen Wort, dachte, dass es Zauber binden würde. Nur einige konnten noch die alten Zeichen lesen, die die Druiden manchmal machten. Aber auch die schrieben nicht wirklich etwas auf, sondern überlieferten nur von Druidenmund zu Druidenohr. Also, wenn es noch Druiden gab, denn die Römer hatten alle verbrannt.


    Schließlich war sie fertig und fragte nochmal, ob sie mich richtig verstanden hatte. Ich nickte kurz, und schon flitzte sie los und holte einen riesigen Stoffberg. "Ja, gesehen hab ich das natürlich schon. Aber in meinem vorigen Haus haben das immer zwei Sklaven zusammen gemacht. Und ich dachte irgendwie, man wickelt die einfach um den Kerl rum und dann passt das schon..." sagte ich und half dabei, das Ende der langen Stoffbahn, die so eine Toga nunmal war, zu suchen. "Aber ich will das richtig machen, damit Dominus Rufio zufrieden ist", fügte ich noch etwas nuschelig an. Sie sollte nicht denken, dass ich meinen neuen Herrn gern hatte oder verliebt war. Aber anmeckern musste er mich jetzt auch nicht. Oder nochmal so anseufzen wie wegen dem dämlichen Sandelholz.

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan lächelte. „Das bekommen wir schon hin keine Sorge. Stell dich mal hin. Ich zeige es dir erst an dir, dann legen wir sie mir an zusammen und dann versuchst du das allein.“

    Sie zog Rhian ein Stück, damit sie frei im Raum stand, dann griff sie sich den Stoff. „Also das unter der Toga eine Tunika angezogen, die in der Taille gegürtet wird, weißt du sicherlich.“ Sagte sie und stellte sich hinter die neue Sklavin. „Dann wirft man ein Ende der Toga von hinten her über die linke Schulter, wobei der runde Saum Richtung Hand liegt und der gerade Saum Richtung Hals.“ Genau das was sie beschrieb tat Morrigan dann auch.

    „Als Nächstes führt man sie über den Rücken unter dem rechten Arm durch nach vorne und wirft das zweite Ende von vorne her über die rechte Schulter.“ Sagte sie und tat genau das. „Siehst du schon ist das Ding angelegt. Nun kommt die eigentlich Schwierigkeit. Man muss die Falten so zurecht zupfen, dass sie ordentlich liegen. Deswegen ist es wichtig, dass der Stoff gut gestärkt ist. Darauf musst du achten. Für morgen werd eich dir eine zurechtlegen, damit du nicht erst lange suchen musst. Du musst nur aufpassen, dass wenn du eine holst nicht die vom Senator erwischt. Ich werde dir morgen zeigen was ich meine, du wirst den Unterschied sofort bemerken.“ Sagte sich und zupfte nun an den Falten, bis alle so lagen wie sie sollten. Morrigan nickte zufrieden und deutet nun auf die Sklavin. „So muss es dann fertig aussehen. Willst du es jetzt mal versuchen?“

  • Die Stoffbahn war größer, als sie aussah. Das Ding war bestimmt fünf passus lang, und ich fragte mich, wie man das allein denn machen sollte, ohne den Stoff über den Boden schleifen zu lassen. Das war schlicht nicht möglich.

    Aber Morrigan schulterte den Stoff irgendwie und wuselte um mich herum, warf mir hier eine Bahn über die Schulter, wickelte mich dort ein, zurrte hier, zurrte dort, und warf mir schließlich das andere Ende dann wieder über die Schulter. Ich versuchte, mir alles anzusehen, aber hatte doch so meine Zweifel. "Wie bewegt der sich noch in diesem Ding?" fragte ich, als ich schließlich fertig eingewickelt war. Bequem war mal ganz anders. Ich versuchte ein paar Schritte, einfach, um zu wissen, wie sich das anfühlte, ehe ich dabei mithalf, sie wieder auszuziehen und so zurechtzufalten, dass ich das gleich machen konnte. Morgen früh würde das sicher ein Spaß werden.

    Ich fing also damit an, Morrigan einen Teil der Stoffbahn über die Schulter zu werfen und den Überwurf so lang zu machen, dass er fast den Boden streifte. Da sie kleiner als ich war, ging das recht einfach – aber so war noch so viel Stoff über. Ich fing also an, um sie rumzugehen und ließ mir von ihr noch Tipps geben, wo ich fester machen musste, wo festhalten, wo mein Dominus festhalten würde, wo ich weiter lang musste… das war wirklich nicht so einfach.

    "Morrigan, darf ich dich was fragen?" fragte ich unterdessen, während ich sie so einrollte mit Stoff, der sicherlich so viel wog wie sie selber. "Dominus Rufio? Wie ist der so?" ich schaute kurz der Perserin in die Augen, und sicherlich sah sie meine Verwirrung im Gesicht. "Ich meine, er war heute sehr… komisch. Sein Onkel hat relativ schnell klar gemacht, dass er eigentlich ficken will, aber… naja, er wollte mich wohl nicht und hat mich deshalb verschenkt. Aber Dominus Rufio… ich versteh ihn nicht. Er wollte, dass ich mich ausziehe und zu ihm ins Bad komme, hat mich dann aber nicht einmal angeschaut, geschweige denn berührt. Er macht mich zu seiner Leibsklavin, aber er weiß, dass ich vieles gar nicht kann. Ich kann ja nicht mal lesen. Ich konnte ihm nicht mal das Sandelholz bringen. Mal im ernst, welcher Kerl will riechen, wie Sandelholz? Das riecht nach welken Blumen… im Lupanar…. Im Sommer." Nein, ich fand den Geruch echt nicht so toll.

    Hm, jetzt hatte ich wohl doch mehr geredet, als vielleicht gut war. Ich hoffte, Morrigan würde mich nicht gleich verpetzen gehen oder mir anderweitig in den Rücken fallen. Aber ich wurde aus dem Kerl echt nicht schlau.

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan gab ihr Hinweise wo sie fester ziehen sollte, wie welche Falte gelegt wurde und nickte irgendwann. „Gut jetzt auswickeln und das Ganze nochmal.

    Während Rhian sie aus dme Stoff schälte, dachte sie über deren Frage nach. „Nun eigentlich ist deinen Dominus im Gegensatz zum Hausherren recht zugänglich, also man kann mit ihm reden und er hört auch zu.“ Ja ganz im Gegensatz zu seinem Onkel bei dem am am besten unsichtbar blieb. „Nun der Hausherr braucht was Neues fürs Bett.“ Sagte sie und rollte mit den Augen. „Die Blonde hat sich ja wohl mal selten dämlich angestellt. Aber ja er braucht was fürs Bett, zumal er gerade keine Ehefrau hat, aber auch wen er eine hat, sucht er sich immer noch was für nebenher. Ich weiß nicht wie du es angestellt hast ihm zu entkommen.“ Sagte und fragte aber auch nicht nach. „Aber auch der junge Dominus vögelt gern mal die Sklavinnen des Hauses, eigentlich kann man sagen das er hier schon mal jede hatte, die jung ist und hübsch aussieht.“ Dann betrachtete Morrigan die junge Frau genauer. „Ich weiß nicht warum er dich nicht wollte. Vielleicht liegt es daran, das du jetzt wirklich ihm gehörst. Sein Onkel ist sein Tutor, das heißt er steht unter dessen Fuchtel, seien Geld wird von dem Onkel oder oben seinem Vater verwaltet. Eigentlich kann er so lange wie sein Vater noch lebt keine wirklichen eigenen Entscheidungen treffen. Er gehört quasi seinem Vater oder eben jetzt seinem Tutor.“ Versuchte Morrigan der jungen Frau die römischen Verhältnisse zu erklären. „Und nun ja bisher hatte er keine eigenen Sklaven, sondern konnte sich zwar an den Sklaven seines Onkels bedienen und sie nutzen, aber sie waren eben nicht seine. Vielleicht will er dich ja einfach behalten? Und das kann er nicht, wenn er dich unkontrolliert vögelt und schwängert, dann bist du schneller wieder weg als du blinzeln kannst.“ Dann zuckte sie mit den Schultern. „Nun das mit dem Ausziehen... es ist ja auch praktischer, wenn man nicht mit einer Tunika in das tiefe Becken steigt.“ Sagte Morrigan, für sie war das selbstverständlich, dass sie nackt war, wenn sie eine der Herrschaft im Bad wusch. Dann lachte sie leise. „Oh ich glaube nicht das du weißt wie welke Blumen in einem Lupanar riechen.“ Sagte sie zwinkernd. „Eigentlich ist das ein sehr angenehmer Duft. Nur so direkt in der Flasche hochkonzentriert ist er schon... gewöhnungsbedürftig. Aber in Massen auf die haut aufgetragen entwickelt er einen eigen Duft, der eine erdige süßliche Note hat"

  • Ich hörte der Erklärung zu, aber so wirklich schlüssig war sie nicht. "Naja, er könnte ja auch selber zusehen, dass er mich dann nicht gleich schwängert", meinte ich. War ja nicht so, als könne der Mann nicht auch darauf achten, wohin er spritzte. "Also, es ist nicht so, dass ich unbedingt mit ihm vögeln will. Echt nicht. Ich meine, hast du mal sein Ding gesehen?" Ja, man konnte meiner Stimme wohl deutlich anhören, dass ich davon noch immer nachhaltig beeindruckt war, und zwar nicht auf die begehrliche Art und Weise. "Ich frag mich, wie die anderen Frauen das gemacht haben. Das muss doch weh tun." Ja, ich fragte mich das wirklich. Und dabei fiel mir auch noch eine Sache ein, die ich fragte, während ich nochmal diesen Quatsch mit den Falten übte. "Er… er tut doch Frauen nicht gern weh, oder?" Ja, auch solche Kerle gab es. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass er noch nie einer Frau damit weh getan hatte. Und ich war mir ziemlich sicher, dass er mir damit wohl weh tun würde. Konnte gar nicht anders sein. Und ich wollte wirklich keine Schmerzen haben.


    Zu dem Sandelholz zuckte ich trotzdem die schultern. "Also ich finde es nicht wirklich lecker. Aber wenn es ihm gefällt, schmier ich ihn halt damit ein. Ich muss nur noch rauskriegen, wie ich den Geruch von meinen Händen wieder loskriege. Waschen allein hat nicht wirklich geholfen. Hast du zufällig Tipps?"

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan lachte nun wirklich herzhaft. „Oh glaub mir das passt schon auch ohne das es schmerzhaft ist. Wenn einen Man sich auskennt, dass ist es nicht schmerzhaft.“ Sie schüttelte den Kopf über die junge Sklavin. „Du bist recht unerfahren in derlei Dingen oder?“ Fragte sie nun relativ direkt um dann gleich den Kopf zu schütteln. „Nein keine Sorge er ist keiner von denen , denen es Lust bereitet wenn andere Schmerzen haben.“ Nein bisher hatte sie diesbezüglich nichts von den Sklavinnen gehört. Im Gegenteil sie schwärmten regelrecht von dem jungen Dominus. Dann kichere sie wieder. „Trag es mit einem kleine Schwämmchen auf.“ Sagte sie Augenzwinkernd. Denn ja das war die einfachst Methode, dass man nicht nach allem möglichen stank. Schließlich mochte hier jeder einen anderen Duft. Und wenn man nicht wie ein Blumen- oder Gewürzladen riechen wollte, trug man das Zeug besser mit dem Schwamm auf.

  • "Ich hatte schon Sex", widersprach ich heftig, als sie mir vorwarf, keine Ahnung zu haben. Wenn die wüsste… ich hatte nur eben keine Erfahrung mit Männern, aber wie das alles funktionierte und was mir Spaß machte, das wusste ich sehr wohl. Und ich hatte auch schon zugeschaut, wenn ein Mann mit einer Frau vögelte. Ich war sicher nicht die Unschuld in Person. Nur eben in einer bestimmten Beziehung hatte ich keine Ahnung. "Ich hab nur noch nie einen Kerl mit so einem riesigen Ding gesehen. Und dabei war der noch nichtmal steif. Ich hoffe ja für seine Frau, dass der dann nicht größer wird...", brummelte ich defensiv und übte weiter, Falten zu legen.

    Aber dass er keinen Spaß daran hatte, Frauen Schmerzen zuzufügen, beruhigte mich schonmal ein wenig. Der Tipp mit dem Schwämmchen war aber leichter gesagt, als getan. "Er wollte, dass ich ihn mit dem Zeug massiere. Das wird mit Schwämmchen schwierig", meinte ich mit selbstironischem Lächeln. "Gibt es nicht irgend ein anderes Hausmittel? Keine Ahnung, Hände in Milch waschen oder mit Brennesseln abreiben oder sowas?" Es gab doch für alles hundert Mittel. Die meisten wirkten nur leider nie.


    Ich ging um Morrigan herum und wieder drifteten meine Gedanken zu meinem neuen Herrn. Es dauerte ein wenig, bis ich meinen Mut wieder zusammenhatte, um die nächste Frage zu stellen. "Würde er mit einer Sklavin vögeln, auch wenn die nicht… Also, ich würde mich nie wehren oder sowas. Aber… du weißt schon. Macht ihm das was aus?" Ja, alle Sklavinnen wussten wohl schon, was ich meinte. Die wenigsten fanden ihre Herren so unwiderstehlich, dass sie unbedingt mit ihnen vögeln wollten. Man tat es halt, weil es von einem verlangt wurde. Aber dem Hausherrn hatte das wohl etwas ausgemacht. Ich wusste nicht, wie es beim jüngeren war.

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan schüttelte leise lachen den Kopf. Die Kleien war eindeutig unerfahren, da konnte sie ihr nichts vormachen. Aber sie schwieg. Wenn sie meinte das sie sich als erfahren hinstellen wollte, dann sollte sie das tun. Dann aber zog sie eine Augenbraue nach oben. „Wollte er das du ihn massierst? Oder hat er explizit gesagt mit dem Zeug? Nimm das nächst mal neutrales Öl für die Massage und trage ganz zum Schluss den Duft auf.“ Gab sie ihr eine kleine Tipp. Dann zuckte sie mit der Schulter. „Du kannst es probieren, aber eigentlich hilft nicht wirklich viel. Morgen ist der Duft weg.“ Meinte sie denn ja nach spätestens einem Tag verflüchtigte sich der Duft. Rhian würde lernen müssen damit zu leben. Morrigan überlegte auf ihre nächste Frage hin ein wenig, damit korrigierte sie noch ein paar der Falten. „Hm eigentlich nein.“ Sagte sie. Ja sie wusste natürlich, dass er die Sklavinnen die er schlussendlich geschwängert hat an ihrem ersten Abend hier als sie sie hergebracht hatte zehn mussten es damals sein – er hatte sie nun ja einfach gefickt... ja anders konnte man es nicht ausdrücken. Aber die Frauen hatten dann geschworen, dass er immer auf sie Rücksicht genommen hatte, außer eben dieses eine Mal. „Normalerweise... kümmert er sich um seine jeweilige Bettgespielin und achte darauf, dass sie auch ihren Spaß hat. Ich weiß aber nicht ob das die Regel ist und ob es ihm egal ist ob die Sklavin will oder nicht.“ Sagte Morrigan und blickte Rhian na. „Ich geh davon aus, das du dich nicht wehren wirst.“ Ja ihr Blick war nun streng, denn so was musste eigentlich nicht extra betont werden. „Wenn er dich will, dann wird er dich nehmen... ob du das nun willst oder nicht.“ Ja so war es nun mal, denn die Herrschaft Druck hatten, der weg musste, dann musste der weg und da wurde keine Rücksicht auf Befindlichkeiten genommen. „Wie gesagt bisher wollte die Frauen immer gern zu ihm ins Bett, von daher weiß ich nicht ob er darauf Wert legt, das es die Frau auch will.“ Nein das wusste sie nicht und sie wollte Rhian auch nichts vormachen. Nicht das sich die Frau in Sicherheit wiegen würde und am Ende noch das ganze Haus zusammen brüllte, wen es anders kommen sollte. Deswegen sah sie sie nun auch streng an. „Wenn er dich will, dann machst du brav die Beine breit und lässt ihn ran. Wie ich vorhin schon sagte, es wird passen egal ob vorn oder hinten.“ Ja Morrigan war in dieser Beziehung dank ihrer Vergangenheit mehr als unsensibel.

  • Erst mit Olivenöl massieren und dann mit dem scheußlichen Zeug nachtupfen, ja, das würde wahrscheinlich gehen. "Ich werde das versuchen", sagte ich. Und ja, mir war alles recht, wenn ich dann nicht roch wie im Lupanar. Und ich hoffte wirklich, dass der Geruch morgen weg wäre und ich jetzt nicht die ganze Woche so stank.


    Als ich meine Frage gestellt hatte, hatte ich schon die Befürchtung, dass sie nicht gut ankommen würde. Aber ja, ich bekam einen ordentlichen Rüffel und kein Mitgefühl. Hätte ich auch nicht erwarten dürfen. Trotzdem zog ich den Kopf ein wenig ein und blickte nach unten. "Ja, Morrigan", sagte ich in diesem Ton, den man sich als Sklave schnell angewöhnte, wenn man keinen Ärger haben wollte. Es war dieses ja, das sagte, dass man keinen Widerstand leistete, egal, was man sonst auch dachte, und nicht mehr darüber diskutieren würde. Es war das Ja von jemandem, der aufgegeben hatte.

    Ich klammerte mich einfach an die Hoffnung, dass er mich wirklich nicht wollte und nicht nur einfach heute keine Lust hatte. Insbesondere, als Morrigan so betonte, dass es vorn oder hinten passen würde, egal, wie groß er war. Über die Möglichkeit, dass er meinen Arsch wollen könnte, hatte ich so genau gar nicht nachgedacht, und bei dem Gedanken daran wurde mir ein wenig schlecht. Aber nein, ich heulte deshalb jetzt nicht los. Nachher, wenn ich allein im Bett war, dann konnte ich nochmal heulen. Aber nicht jetzt. Nicht hier. Nie vor anderen Sklaven. Als Neuling durfte man keine schwäche zeigen, das nutzten die Starken sonst sofort aus.


    Eine Weile sagte ich nichts und arbeitete nur ruhig weiter. Wenn sie mir eine Anweisung gab, führte ich die aus und übte, aber ich fragte nicht weiter nach, wie denn mein Dominus so war und was ich so befürchtete oder auch nicht. Ich wollte nicht, dass Morrigan mich nervig fand.

    Als die Toga auch das dritte Mal erfolgreich angelegt war, fühlte ich mich einigermaßen sicher dabei. "Ich denke, ich bekomme das morgen hin. Danke für deine Hilfe, Morrigan", sagte ich leise und immernoch im besten Sklaven-Tonfall.

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan rollte mit den Augen. „Ich bin weder Römer noch dein Dominus.“ Sagte sie und schob nach. „Den Tonfall kannst du dir für eben diese aufsparen.“ Ja sie war nicht erpicht darauf, dass irgendein Sklave sich ihr gegenüber unterwürfig verhielt. „Es tut mir leid, dass ich dir keine besseren Auskünfte geben kann und vielleicht unsensibel bin, was dieses Thema angeht.“ Meinte sie und zuckte mit den Schultern und sie konnte der Neuen aj sagen woran das lag, sie würde es eh früher oder später erfahren. „Ich habe lange als Lupa gearbeitet. Da gehört eben das zum Geschäft.“ Sagte sie und ja sie versteckte ihre Vergangenheit nicht. „Wenn du möchtest kann ich dir ein paar Tricks zeigen, wie es zum einen besser passt und du keine Schmerzen hast und zum anderen, wie du Schwangerschaften verhinderst, denn glaub mir das ist den Hausherrn wirklich egal. Sie achten nicht darauf. Die Frauen werden notfalls einfach verkauft und neue beschafft.“ Ja sie musste das in aller Deutlichkeit genau so sagen, nicht das sich die Nächste einbildete nur weil sie ein Kind von einem der Aurelier zu bekommen würde sich der unsterblich verlieben oder so einen Scheiß. Dann sagte sie aber in einem versöhnlichen Ton. „Zur Zeit verbringt der junge Dominus fast jede Nacht bei seiner Frau, kann also sein, dass er dich tatsächlich überhaupt gar nicht für diese Bedürfnisse benötigt.“ Ja noch nicht, aber die Claudia würde irgendwann ihr Kind bekommen und stillen. In dieser Zeit nun ja, aber nein Morrigan erwähnte das jetzt noch nicht. „Ich werde morgen früh in der Nähe sein, falls du Hilfe beim Anlegen der Tunika benötigst.“ Sagte sie noch und machte damit auch klar, das sie Rhian nicht auflaufen lassen, sondern ihr helfen würde.

  • Jetzt wurde ich schon dafür angeschnauzt, dass ich keinen Streit suchte und nicht aufmuckte. Ich wusste jetzt wirklich nicht, was ich sagen sollte. Wenn ich nochmal Ja, Morrigan sagen würde, wäre sie wahrscheinlich nur noch wütender auf mich. Also hielt ich besser die Klappe und sagte gar nichts mehr.

    Vielleicht erregte ich so still doch etwas Mitleid. Auf jeden Fall erzählte Morrigan, dass sie einmal eine Lupa gewesen sei und dass das für sie ganz normal wäre, dass die Dinge so waren, auch wenn es das für mich sicher nicht war. Und ja, ich fand sie da unsensibel, aber ich wollte mich nicht beschweren. Sie meinte auch, sie hätte Tipps für mich, um es schmerzfrei zu machen und eine Schwangerschaft zu verhindern. Wahrscheinlich hätte ich darüber enthusiastischer sein sollen, aber ich war noch immer geknickt und in Gedanken eigentlich noch immer bei dem Punkt, dass mein neuer Herr mich jederzeit vergewaltigen konnte, wenn es ihm beliebte. Und dass von mir dann erwartet wurde, dass ich freundlich lächelte und ihn machen ließ. Und ja, das war grade doch wieder schwer, auch wenn ich eigentlich schon lang genug Sklavin war, um das zu wissen. Aber noch nie war diese Gefahr so real gewesen. Und noch nie hatte es erst am selben Vormittag ein anderer Mann versucht, dann aber abgebrochen, wofür ich nach wie vor weder eine Erklärung hatte, noch damit umzugehen wusste.

    "Ich weiß", sagte ich leise, als sie nochmal betonte, dass schwangere Sklavinnen verkauft wurden. Ich hatte es ja hautnah mitbekommen, immerhin war sie mit zwei anderen Sklavinnen ja bei dem Händler erschienen. Und jetzt verstand ich auch ihre Bemerkung, dass sie drei für vier tauschte. Drei neue gegen zwei Schwangere.

    Trotzdem gab ich mir einen Ruck. "Es wäre sehr nett, wenn du mir zeigen könntest, wie ich das verhindere … und dass es weniger weh tut." Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das überhaupt nicht weh tun sollte. Die meisten Frauen, die ich kannte, meinten auch so schon, dass es oft unangenehm sei mit einem Mann, und vor allen Dingen anfangs auch sehr weh tat. Und die mussten nicht mit diesen Ausmaßen klarkommen.

    Auch, wenn sie versuchte, mir Hoffnung zu machen, dass Dominus Rufio mich ja vielleicht gar nicht wolle, weil er immer bei seiner Frau war, war ich gerade etwas sehr niedergeschlagen. Ja, er hatte mich eigentlich komplett ignoriert, wenn man das so sagen konnte. Er hatte mich nicht anders behandelt, als wäre ich ein Kerl. Oder ein Möbelstück. Aber ich glaubte nicht mehr an mein Glück. Nicht mehr, seitdem mich Norbanus Cervidus bei Gwen erwischt hatte.

    Ich fing also an, das Stofftuch wieder ordentlich zusammenzulegen, als mir noch eine Frage kam. "Falls… also falls die Tipps aber nicht helfen sollten… gibt es dann keine Möglichkeit, es… einfach wegzumachen?" Ja, ich wusste, dass das ging. Und auch, dass es gefährlich war. Aber wenn die Alternative hieß, wieder verkauft zu werden ans andere Ende der Welt, dann war das Risiko doch relativ.

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan sah die junge Frau an. War sie auch mal so gewesen? Vielleicht war sie das aber das war lange her und ja es gab nun wirklich schlimmeres als bei einem Mann zu liegen. Aber sie wollte das junge Ding nicht noch mehr verunsichern. So nickte. Sie. „Ich zeig es dir gern.“ Meinte sie dann in einem versöhnlichen Ton. Denn ja sie glaubte immer noch, dass die Kleine unerfahren war. Sie wusste eben nicht, dass es auch Spaß machen konnte. Dann nickte sie wieder. „Es ist nicht ungefährlich, aber ja es gibt Möglichkeiten. Wenn du derartige Probleme haben solltest. Wende dich an mich. Ich werde dir dann Kräuter besorgen und mich um dich kümmern.“ Sagte sie und ja sie wusste das das weder schmerzfrei noch gefahrlos war. Aber wenn hier endlich mal einen Sklavin weiter dachte und wusste was zu tun war, wenn es so weit kommen sollte würde sie sicherlich nicht ihre Hilfe verweigern. „Lebe dich erstmal ein und wenn du soweit bist, dann komm abends in meine Zimmer, dann zeige ich dir wie du keine Schmerzen hast und es vielleicht sogar genießen kannst.“ Ja wenn die Frau dies wollte, dann würde sie ihr natürlich helfen. Alternativ könnten sie auch einen Mann dazunehmen und sie wie man es so schön nannte einreiten. Dann wäre sie sicherlich weit genug um den jungen Dominus aufnehmen zu können. Aber das sagte sie jetzt nicht, denn sie wollte das Mädchen nicht verschrecken.

  • Das war jetzt das erste, was Morrigan sagte, was mich ein klein wenig beruhigte. Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass Dominus Rufio mich schwängern würde, würde ich zumindest die Chance erhalten, etwas dagegen zu unternehmen. Ich würde nicht einfach so verkauft werden, sondern konnte wenigstens vorher noch etwas versuchen. Selbst, wenn ich dabei draufgehen konnte, war das besser als die Alternative. Ich nickte, und ein kurzer Schauer ging dabei durch meinen Körper. Nein, ich wollte darüber besser jetzt nicht zu sehr nachdenken, denn ja, ich sollte hier erst einmal ankommen. Das hier war immer noch mein allererster Tag. Und bei allen Göttern, der war anstrengend genug gewesen, seelisch wie körperlich. Und ich merkte, dass ich wahrscheinlich mehr hätte essen sollen, als ich die Gelegenheit gehabt hatte.

    Morrigans Worte klangen allerdings dann so, als würde sie mir zwar zeigen, was ich beachten müsste, aber eben nicht mehr heute. Gut, ich hatte sie sicherlich auch schon sehr lange von ihrer Arbeit abgehalten. Ich nickte also und legte die Toga noch zuende zusammen, so dass sie jetzt ein kompaktes Bündel war. "Gut, ich will dich auch nicht länger stören. Danke für deine Hilfe, Morrigan. Wo muss die Toga hin? Ich räum sie dann auf, damit du weiter arbeiten kannst", bot ich an, denn ja, ich hatte sie wirklich jetzt sehr lange aufgehalten, auch mit meinen Fragen.


    Bevor ich dann aber ging, drehte ich mich doch noch ein letztes Mal um. Sie war Lupa, hatte sie gesagt, also hatte sie Erfahrung. "Ist es schwer?" fragte ich mit vielleicht etwas ängstlichem Gesicht. "Mit einem Mann zu vögeln, den man nicht liebt, meine ich." Als Lupa würde sie das sicherlich wissen. Und ja, ich wollte die Wahrheit jetzt hören, selbst wenn sie mich noch weiter entmutigen würde.

    • Offizieller Beitrag

    Morrigan nickt und erklärte ihr wo die Toga hinkam, so würde sie auch gleich wissen, wo sie morgen die frische finden würde. Sie wollte sich auch gerade wieder den Abrechnungen zuwenden als die junge Frau doch noch einen Frage hatte. Und ja ihre Frage war naiv so naiv wie sie früher auch selbst mal gewesen war. Aber sie schüttelte den Kopf. „Nein ist es nicht. Wenn es so wäre hätten wohl fast alle Frauen ein Problem. Du weißt selbst, dass die wenigsten Ehen aus Liebe geschlossen werden. Das ist hier so und woanders auch. Ich geh davon aus, auch bei dir zu Hause ist das so. Kaum eine Ehe in unserer Welt wird aus Liebe geschlossen. So was gibt es nur in Geschichten.“ Sagte sie und blickte die junge Frau a. „Man kann seinen Spaß auch ohne das Liebeszeugs haben. Weißt du wenn man erst mal herausgefunden hat, wie man dabei seien Befriedigung findet, dann ist es egal ob du den Mann liebst oder nicht. So lang der Kerl keine Egoist und nur an sich denkt kommst auch du auf deinen Kosten und selbst wenn kann man auch da nachhelfen und es für sich selbst angenehm machen.“ Ja da gab es Kniffe die das erleichterten. „Weißt du einen gute Lupa bedient an einem guten Tag bis zu zehn Kunden. Meinst du sie würde das machen, wenn sie Schmerzen hätte oder es schwer wäre? Sie haben vielleicht nicht mehr so viel Spaß dran wie andere Frauen, die das rein zu ihrem eigenen Vergnügen tun, aber sie haben auch keine Schmerzen und es ist für sie einfach nur ihre Arbeit.“ Ja das war nicht das was Männer gern hörten, aber so war es nun mal und außerdem war gerade kein Kerl anwesend. Morrigan erhob sich nochmal und ging zu der jungen Frau um ihr sanft über die Wange zu streicheln. „Mach dir nicht so viele Gedanken darum. Um so verrückter du dich damit machst um so verkrampfter wirst du nur. Es tut nicht weh und es ist nicht schwer... und wer weiß ob Dominus Rufio dich überhaupt haben will. Und wenn er das nicht will, kannst du selbst entscheiden ob du einen der Sklaven an dich ran lässt oder nicht.“ Ja hier würde man sie nicht zwingen weil man einen Sklavenzucht hatte oder dergleichen. Sie konnte wenn sie wollte musste aber nicht.

  • Ihre sanfte Berührung verwirrte mich weit mehr als die Worte davor. Vielleicht schaute ich einen Augenblick lang skeptisch und suchte nach einem Anzeichen. Wenn man so war, wie ich nun einmal war, musste man lernen, auf diese Anzeichen zu achten, und sie richtig zu interpretieren. Es war nichts, was man sagte, fragte oder tat. Es war mehr ein Blick, eine unausgesprochene Frage oder auch eine kleine Geste wie die eben. Aber nein, ich fand nichts, und ich suchte auch nicht länger als nötig. Auch das lernte man schnell, sich bei der Suche kurz zu halten, nicht zu starren oder selbst Zeichen auszusenden. Eigentlich war es ein Wunder, dass ich Gwen gefunden hatte. Und dass Flava davor mich gefunden hatte, auch wenn das eher kurz und nichts ernstes gewesen war. Zumindest für sie. Ich hatte ordentlich Liebeskummer danach gehabt.

    Aber nein, hier war nichts, also tat ich es auch sehr schnell als Nettigkeit ab. Ich nickte also einfach und versuchte, durchzuatmen. Sie hatte recht. Vielleicht wollte er mich ja wirklich nicht. Manche Männer mochten rothaarige Frauen einfach nicht. Und vielleicht liebte er ja seine Frau so sehr, dass er nicht noch andere daneben haben wollte. Oder… vielleicht gefiel ihm auch einfach irgendwer anders besser. Oder er stand auf Jungs. Irgendwas. Auf jeden Fall war das nichts, was ich heute noch lösen konnte.

    Aber kurz erwischte mich Morrigan wohl doch, als sie meinte, wenn er nicht wolle, könne ich auch einen anderen Sklaven hier einfach, wie sie es nannte, ranlassen. "Beziehungen sind erlaubt?" fragte ich noch kurz, ob ich es richtig verstanden habe. Es war nicht überall erlaubt, eine Beziehung zu haben.

    Im Grunde würde es die Sache komplizierter machen. Denn im Endeffekt hieß das nichts anderes, als dass ich mich darauf einstellen musste, auch von anderen Kerlen angebaggert und bedrängt zu werden. Aber gut, ich kam wohl schon damit klar.


    Aber jetzt wollte ich Morrigan wirklich nicht länger aufhalten. "Ich will dich nicht länger aufhalten. Danke noch mal. Für alles", sagte ich also und ging dann jetzt aber wirklich.

    • Offizieller Beitrag

    Manche Kerle sollten keinen Wein trinken



    Sie saß immer noch über den Abrechnungen als Theophas nach einem ausgiebigen Essen und wie immer nach Wein stinkend den Raum betrat. „Bist du endlich fertig?“ Morrigan blickte auf und sah ihn an. Im Gegensatz zu ihm war sie seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen und hatte sich um wirklich jeden Scheiß hier im Haus gekümmert. Und er? Was machte er er? Ach ja mit ihrer Arbeit glänzen. „Nein bin ich noch nicht.“ Er schnaufte wütend. „Dann sieh zu das du das fertig bekommst. Morgen müssen die fertig sein.“ Ja das wusste sie auch. Morgen würden die Abrechnungen vorgelegt werden müssen. Und doch schüttelte sie den Kopf, denn nein es war nicht zu schaffen, nicht mal dann wenn sie die ganze Nacht durcharbeiten würde. Gut dann vielleicht, aber sie war müde und ihre Konzentration ließ nach. Sie wusste nämlich genau, wenn ihr einen Fehler unterlaufen würde, dann würde er ihr das in die Schuhe schieben. „Dann hilf gefälligst mit.“ Bluffte sie ihn nun also auch an, denn ja sie war hungrig, sie war müde. Theophas wurde wütender und machte einen bedrohlichen Schritt auf sie zu.Was glaubst du wer du bist? Du machst was ich dir sage, sonst sorge ich dafür, das er dich dahin schickt wo du eigentlich hingehörst.“ Brüllte er sie an, holte aus und schlug zu. Morrigan blickte aus wütenden Augen zurück. Ja sie kannte derartige Ausbrüche von dem Kerl und gerade wenn er Wein getrunken hatte neigte er zu Gewaltausbrüchen. Und auch wenn sie sonst sich immer zurücknahm.. heute konnte sie das einfach nicht mehr. Es war einfach zu viel für sie. „Dann tu das doch, geh zum Dominus und sorge dafür das ich dahin kommen wo ich deiner Meinung nach hingehöre. Dann musst du den ganzen Scheiß hier allein machen.“ War es klug von ihr ihn weiter zu provozieren? Nein war es sicher nicht, aber sie konnte einfach nicht mehr alle seine Gemeinheiten hinnehmen und ja es wurmte sie immer noch, das der Aurelier den Kerl hier als SEINEN Mardiodomus bezeichnete. Einen Kerl der genau NULL dafür tat. Theophas Reaktion auf ihre Worte ließ auch nicht lange auf sich warten. „Du dumme Schlampe.“ Hörte sie noch, bevor seine Faust in ihrem Gesicht landete. Der Schlag traf sie so unvorbereitet, das sie vom Stuhl auf den Boden fiel und nein das reichte Theophas nicht. Er trat noch ein ...zwei mal zu. Dann beugte er sich zu ihr und zog ihren Kopf unsanft an den haaren nach oben. „Wenn das hier morgen nicht fertig ist, schwöre ich dir, dass ich dich erst halbtot schlage und dich dann aus dem Haus werfen lasse. In den Mienen soll es recht angenehm sein... meinst du nicht?“ Sagte er, ließ ihren Kopf los und verließ das Zimmer. Morrigan blieb benommen am Boden liegen...

  • Nachdem Sextus genug davon hatte, sich von der Brünetten von seiner Arbeit abhalten zu lassen, hatte er weiter an seinen Kommentaren gearbeitet. Er hasste es jetzt schon. Er war einfach kein rechtsgelehrter, oder besser gesagt, er wollte überhaupt gar keiner sein. Vermutlich wusste er mehr über römische Gesetze als die meisten Anwälte in Rom, aber er hasste es.

    Zur Ablenkung nahm er sich also wiedermal einen Rechtstext eines anderen selbsternannten Gelehrten heran und las, als er aus dem kleinen Officium nebenan, das sein Maiordomus zu benutzen befugt war, Brüllen hörte. Sextus blickte von seiner Schrift auf und sein Blick allein verhieß nichts gutes. Es gab exakt eine Person im Haus, deren Brüllen er tolerierte, und das war seine dreijährige Tochter. Von allen anderen verlangte er Mäßigung, sofern sie Familienmitglieder waren, oder verfluchte Stille, wenn sie lebendiges Mobiliar waren. Dieses Brüllen also war etwas, das er definitiv und unter keinen Umständen so zu tolerieren bereit war.

    Als danach noch das Geräusch eines Aufpralls und ein wimmerndes Stöhnen zu hören war, war die Grenze von Sextus’ Wohlwollen so weit überschritten, dass er sofort einzuschreiten gedachte. War heute denn der Tag des zivilen Ungehorsams? Er brauchte wirklich wieder eine Frau, damit dieser Unfug raschestmöglich aufhörte, das war ja unerträglich.


    Wie Mars Ultor persönlich stapfte er also nach Nebenan und riss die Tür auf. "Was geht hier vor?", verlangte er zu wissen. Seine Stimme hatte das frühe Stadium des Zorns hinter sich gelassen und jene stille Lagune der Wut erreicht, in der die Stimme gelassen klingt, das Gebaren ruhig und entspannt wirkt und nur etwas Speichel im Mundwinkel das innere Inferno verriet.

    Erst nach diesem Satz sah er Morrigan am Boden liegen und traf auf sie zu. Was bei allen Göttern des Hauses?!

    Vorsichtig hob er ihren Kopf und prüfte, ob sie noch lebte, und als das gesichert war, hob er sie auf die Arme und brüllte nun selbst an wer auch immer dafür zuständig war. "Ein Medicus, und zwar sofort!"

    Er selbst ging mit Morrigan weiter in das nächste Zimmer, von dem er wusste, dass es mit einem Liegesofa ausgestattet war, und bettete sie vorsichtig darauf. "Was ist passiert?" fragte er mit dieser ruhigen Stimmlage, die verriet, dass er es jetzt ernst meinte und alles wissen wollte, aber auch sanft genug, um ihr zu signalisieren, dass sie durch ihn keine Gefahr zu befürchten hatte.

  • Sie war benommen eindeutig, sonst hätte sie sich wohl eindeutig schon bei der ersten Farge aufgerappelt doch so fand sie sich nun auf einem Liegesofa wieder und einem Mann gegenüber dessen Aufmerksamkeit sie ungern erregte. Sie versuchte sich aufzusetzen, musste den Versuch jedoch erstmal abbrechen, weil es ihr die Luft raubte der Volldepp von einem Mariodomus hatte wohl eine Rippe erwischt. „Es tut mir leid Dominus.“ Sagte sie auch mit für sie ungewöhnlich leiser Stimme. Ja ihr fehlte es gerade ein wenig an Luft. „Ich … die Abrechnung... ich habe sie noch nicht fertig...“ versuchte sie zu erklären und gleichzeitig sich wieder aufzusetzen. „Ich … mache das noch fertig.. damit Theophas es dir morgen vorlegen kann.“ Halb sitzen halb liegend und immer noch nach Luft ringend blickte sie nun aber zu Boden. „Es tut mir leid .. für die Störung.“ Ja wenn man etwas in diesem Haushalt nicht tat war es den Hausherren stören und damit seine Aufmerksamkeit zu erregen. Ja auch wenn es nicht ihre Schuld war, entschuldigte sie sich dennoch.