Beiträge von Iunia Axilla

    Bisschen verschnupft, bisschen müde, aber seit den PTR-Spritzen geht es dem Rücken wieder zu 99% gut. Den Rest mach ich jetzt mit Krafttraining für den Rücken wieder. Geht auch schon viiiieeeel besser.

    Axilla schwieg einen Moment lang, als er seine Hilfe anbot, und sah in Richtung Tür, wo sie ihn gerade an die Amme abgegeben hatte. Sie wusste sein Angebot zu schätzen. Vermutlich mehr, als er wusste. Aber sie wollte über ihre Gefühle und alles andere nicht reden. "Nun, wenn die Götter mich nicht herausfordern, wird er in ungefähr vierzehn Jahren wohl einen Patron brauchen", sagte Axilla schließlich und schaute Caudex kurz forschend an. Wäre er Lucius’ Patron, würde er den jungen Mann oft sehen können. Er würde wissen, wie es in seinem Leben gerade war, welche Pläne er hätte, wen er heiraten wollte, wie seine Kinder hießen. Er würde an seinem Leben teilhaben können, ihn unterstützen können, ohne dass irgendjemand Einwände erheben würde. Solange Lucius ihm nicht doch zu ähnlich sehen würde als junger Mann, mochte das gehen. Oder vielleicht würde sich einer von beiden von der Notwendigkeit eines kaschierenden Bartes überzeugen lassen. Sehr viel wenn, sehr viel falls und vielleicht. Aber es wäre zumindest eine Möglichkeit, wenn Caudex das wollte.


    Erst einmal aber wollte er sie küssen, und allein, dass er sie fragte, verriet schon, wie unsicher er gerade war. Sie war sich nicht einmal sicher, ob er sie bei ihrer ersten Begegnung nach einer Erlaubnis gefragt hatte. Es war schon so lange her. Jetzt aber war er geradezu schüchtern und vorsichtig.

    Axilla lächelte leicht. Sie ahnte, was die Frage alles implizierte, und Teile davon würden erst einmal nicht gehen. Sie würde ihr Kind keinem unnötigen Risiko aussetzen, das zu Spekulationen führen könnte. Das war sie ihm schuldig. Und auch ihrem Ehemann.

    "Ja. Aber dann muss ich los", antwortete sie leise und gab ihm damit zu verstehen, dass es wirklich bei einem Kuss jetzt bleiben würde und nicht mehr. Sie streckte sich auch und wartete nicht erst auf ihn, schlang ihm leicht die Arme um den Hals und schmiegte sich im Kuss an ihn. Ja, sie wollte das noch ein mal genießen, dieses Gefühl, jung zu sein, schön zu sein, begehrenswert zu sein. Einen Moment lang nur sie zu sein und sich einzureden, dass der Vater ihres Kindes sie auf seine eigene Art liebte, so wie sie ihn auf ihre Art in ihr Herz geschlossen hatte. Auch wenn es nur ein Moment war.

    Einen kurzen Moment hatte Axilla vielleicht gehofft… Aber nein. Sie wusste selbst, dass das nicht nur albern, sondern auch gefährlich war und Fragen aufwerfen würde, die niemand beantworten wollen würde. Die Dinge waren, wie sie waren, und sie hatte ohnehin schon mehr Glück für sich beansprucht, als sie hätte hoffen dürfen. Sie wollte die Parzen nicht herausfordern.

    "Ich denke ja, wenn es so weit ist, dass du aufs Land könntest, wird dir die Aussicht auf ein so ruhiges Leben nicht mehr so erstrebenswert erscheinen wie jetzt und du wirst es aufschieben, so lange es geht", meinte Axilla lächelnd, da sie es ja selbst kannte. Vielleicht hatte sie einmal von einer ruhigeren Zeit auf dem Land geträumt, sie wusste es nicht mehr. Aber mittlerweile würde sie Rom vermissen, trotz all der lächerlichen Feste und nervtötenden Intrigen. Oder vielleicht sogar genau deswegen.


    Und sie legte grinsend den Kopf schief, als er von der Prugitia erzählte. "Nun, ich denke, eine Lorica würde dir ausgezeichnet stehen. Falls du in dem Punkt also auf meine Unterstützung hoffst, muss ich dich leider enttäuschen." Sie lachte leicht. "Aber im Moment scheint es ja nicht so, als ob wir am Rande eines Krieges stünden, der selbst von Senatoren verlangte, in die Schlacht zu ziehen, also solltest du recht sicher sein." Natürlich konnte man nie ganz sicher sein, wie Axilla ja selbst nur zu gut wusste. Aber zumindest war aktuell nichts im Gange, dessen Klatsch es nach Rom geschafft hatte.


    Lucius wachte auf und fing an zu quängeln, und sie nahm ihn zurück. "Ich fürchte, er will eher zu seiner Amme", sagte sie und ging zur Tür, um nach eben jener zu rufen. Sie übergab den Kleinen dann auch und war daraufhin mit Nero allein in der Bibliothek. Irgendwie fühlte sich das seltsam an.

    "Ich danke dir", sagte sie nach einem kurzen Moment des Schweigens, während sie sich von der Tür weg und ihm wieder zudrehte, aber stehenblieb. Sie lehnte sich leicht gegen die Wand. "Dass du gekommen bist, um ihn einmal zu sehen." Sie wusste, dass das eine einmalige Sache war. Sie war viel zu erwachsen, um irgend etwas zu erwarten oder auch nur zu wollen, was niemandem etwas nutzen würde. Daher war sie wirklich dankbar, dass er gekommen war und, wenn auch nur für einen ganz kurzen Moment, Lucius angenommen und akzeptiert hatte. Nciht auf eine gefühlsduselige Art und Weise. Ohne Besitzansprüche, Vorwürfe oder Fragen. Er wusste, wie es war. Sie wusste, wie es war. Und sie akzeptierten es. Und deshalb war Axilla wirklich tief empfunden dankbar, dass er bei all diesem Wissen dennoch einen Augenblick lang sein Kind in den Arm genommen hatte, wenn auch nur dieses eine Mal.

    "Nun, wenn er alt genug ist, werde ich zumindest dafür sorgen, dass er es lernt. Genauso, wie sich zu verteidigen und was so alles dazugehört als angehender Ritter." Ja, Axilla würde ihn nicht so sehr bedrängen, wie sie Atticus bedrängt hatte. Als dritter Sohn hatte er da weit mehr Freiheiten – und auch Axius Lucro hatte zwei schon erwachsene Söhne und eine schon lange verheiratete Tochter und war daher noch tiefenentspannter, als ohnehin – und wenn er kein Talent besaß, würde sie sich auch mit den Grundlagen zufrieden geben. Aber Axilla war es wichtig, dass alle ihre Kinder zumindest so weit kämpfen konnten, dass sie keine einfachen Opfer wären. Und vielleicht war ihr das bei Lucius doppelt wichtig, denn er sollte sich nicht hinter seiner Behinderung verstecken, sondern lernen, dass er genauso Mann war wie alle anderen auch. Nein, besser und stärker sogar, weil er Dinge tun konnte, die andere nicht konnten, obwohl sie keine Einschränkungen hatten. Aber das alles war noch fern. Noch konnte der kleine Kerl sich nicht einmal eigenständig vom Bauch auf den Rücken drehen. Auch wenn er es fleißig versuchte. "Aber ich denke schon, dass es ihm gefallen wird. Ich muss dann nur einen Lehrer finden, der es ihm ordentlich beibringt, denn leider ist Roms Gesellschaft da etwas seltsam, wenn eine Frau diese Dinge lehren will." Axilla konnte reiten. Vielleicht nicht perfekt, aber zumindest so, dass sie nicht gleich herunterfiel, solange das Pferd es nicht drauf anlegte. Aber sie hatte es schon jahrelang nicht mehr getan. Und sie sollte besser nicht wieder damit anfangen, indem sie es einem kleinen Kind beibringen wollte. Da würde sie eher jemanden aus der Factio darum bitten, ein sehr geduldiges Pferd auszusuchen und zu üben.


    Axilla schmunzelte, als er meinte, das würde einfacher später. "Ich sag es ja ungern, aber der Moment, wo du so weit bist, dich zurückzulehnen, ist auch der Moment, in dem du das alles für deine Kinder dann doch tust. Und wenn nicht für sie, für deine Klienten", piekste sie etwas an seinem Traum. "Es sei denn, du möchtest wie Diogenes irgendwann in ein Fass ziehen", lachte sie bei der Vorstellung von einem Caudex, der so in den Tag hineinlebte wie der berühmte Philosoph.


    Sie lächelte auch weiter, als er von seiner Familie erzählte. Ja, ein wenig Wehmut war dabei. Sie hätte sich gewünscht, mehr Kinder zu haben und zeitlich näher beisammen. Wahrscheinlich hätten sich dann Titus und Cossus noch mehr gestritten. Gut, vielleicht wünschte sie sich das doch nicht. Aber die Vorstellung war auf verdrehte Art doch irgendwie schön.

    "Ja, ich kann es mir sehr gut vorstellen.", meinte sie schmunzelnd und überlegte kurz, wie alt die Kinder denn alle waren. Der Anfang ging immer so schnell, dass man fast gar nicht mehr hinterherkam, und die Zeit flog nur so dahin. Kaum zu glauben, wie lange der Skandal um die kleine Phila ja schon her war, und nun war es schon ganz normal, dass sie Caudex Tochter war. "Hast du schon um das Dreikindrecht gebeten?" fragte Axilla, da es ja durchaus so aussah, als würden die Kinder überleben. Ja, das kritische Alter von fünf war noch nicht erreicht, aber wenn keine Seuche kam, waren die Chancen groß, dass alle erwachsen würden. "Und wie geht es deinem Mündel, der jungen Purgitia? Sie müsste ja langsam in das Alter kommen, in dem du über Verlobungen nachdenken solltest."

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    Dann bitte ich die Gens Decima um Wortmeldung, ob ihr den jungen Mann haben wollt.

    Ihr gebrochenes Herz war geheilt? Hatte sie das gesagt? Oh Götter, wie kitschig. Axilla schmunzelte und ersparte ihm und sich eine Antwort dazu. Denn ja, sehr viel in ihr war im Laufe ihres Lebens zerbrochen worden, und sehr viel wurde geheilt, vor allen Dingen durch ihre Kinder. Aber nein, es gab Narben, und die würden nie heilen. Insbesondere eine nicht. Selbst nach all den Jahren nicht. Auch nicht, als sie gehört hatte, dass er geheiratet hatte. Auch nicht, als sie gehört hatte, dass er verunglückt war. Dass er gestorben war. Nein, manche Dinge heilten nie. Nicht vollständig. Aber das gehörte jetzt nicht hier her.


    Jetzt ging es um Lucius. Vorsichtig erhob Axilla sich noch einmal, um Caudex das Kind zu geben, zusammen mit dem üblichen Gemurmel bei der Übergabe eines schlafenden Kindes. Aber sie war geübt, er ebenso. Immerhin hatte er auch in der Villa Tiberia mehrere eigene Kinder. Schließlich lag Lucius in seinen Armen, noch immer schlafend, ab und zu den Mund zu einem zahnlosen Lächeln verzogen. Sie schaute sich das Bild an, wollte es sich einprägen. Sie sahen einander ein bisschen ähnlich, was aber wohl am meisten an den Haaren und den Augen lag. Lucius hatte seine jetzt geschlossen, aber sie waren so blau wie seine. Atticus’ waren grau. Axilla blinzelte den Gedanken beiseite und setzte sich wieder mit mildem Lächeln hin.

    "Der Medicus musste seine Achillessehnen durchtrennen und alles schienen. Er trägt jetzt noch stützende Bandagen, aber hat deshalb keine Schmerzen mehr. Wenn alles gut geht, wird er nur wenig hinken. Und vielleicht findet er ja Gefallen am reiten", klärte Axilla Caudex darüber auf, wie es ihrem Sohn ging und was gemacht worden war. Irgendwie dachte sie, er sollte es wissen.

    Als er sagte, er wäre gerne in ihrer Position, musste sie doch einmal lachen. "Nein, tust du nicht", sagte sie, und es stimmte. Er wäre ganz sicher nicht gerne in ihrer Position, sondern war durchaus gerne in seiner. Er hätte nur gerne die Freiheit, manche Dinge einfach ausfallen zu lassen. "Aber warte noch einige Jahre und verdiene noch ein paar Meriten, dann bist du auch so weit, manche Dinge einfach auszulassen." Niemand schrieb einem erfolgreichen Feldherrn oder einem Consular vor, was er zu tun oder zu lassen hatte.

    "Deine Frau mag diese Feste doch auch nicht so. Wenn es dir zuviel wird, gib ihr einfach ein Zeichen, dass sie Müdigkeit vortäuschen soll, dann könnt ihr euch zurückziehen." Axilla hatte viel Erfahrung als Ehefrau und wusste, wie man lächelte, weil man es musste, oder wie man auf Kommando schrecklich müde wurde oder Kopfweh bekam. Dafür waren Ehefrauen schließlich auch zuständig: Um ihren Männern bei solchen Events zu helfen.

    "Aprospos, wie geht es ihr? Und deinen Kindern?"

    "Oh, noch kleiner", sagte Axilla, während sie ihren schlafenden Sohn betrachtete und sich damals erinnerte. "Klein und so zerbrechlich. Und so perfekt, wie man nur sein konnte, um jedes zerbrochene Herz wieder zu heilen", sagte sie mehr zu sich selbst als für Caudex, ehe sie kurz lächelte und wieder zu ihm aufschaute. Er berührte ihren Sohn nur sehr verhalten, und ja, sie hatte sein kurzes Zusammenzucken wohl bemerkt. Sie war es mittlerweile gewohnt, es störte sie auch nicht. Ihr Sohn würde alles im Leben bekommen, was er nur brauchen könnte, und sie liebte ihn mehr als genug, um alles, was ihm von der Welt wegen dieser Kleinigkeit entgegen gebracht werden könnte, wieder auszugleichen.

    Sie sah Caudex einen kurzen Moment lang an und überlegte. "Möchtest du ihn einmal halten?" fragte sie dann. So unschuldig diese frage, und doch so bedeutend. Römer nahmen keine Kinder auf den Arm, die nicht zu ihrer Familie gehörten. Zumindest nicht öffentlich. Aber sie waren hier nicht öffentlich, hier waren nur sie drei. Also war es gleich, was die Leute denken könnten, zumindest in diesem geschützten Rahmen. Und die Frage, die wie ein Elefant im Raum stand, würde auf die ein oder andere Art dann doch deutlicher geklärt werden, auch wenn niemand sie aussprach und niemand sie beantwortete. Aber Axilla war sich doch recht sicher, dass Caudex es eigentlich wusste. Nur entweder sprach er es nicht an, oder er wollte es verleugnen, oder er wollte es nicht wissen. Und Axilla gab ihm gerade die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen, die konsequenzlos bleiben würde.


    "Ich weiß noch nicht, ob ich hingehe. Ich will Lucius nicht so lange allein lassen. Wir haben eine Einladung bekommen und ich bin mir sicher, dass auch Lucro gehen wird. Du weißt schon, um den passenden Leuten die Hand zu schütteln. Aber ich weiß noch nicht, ob ich darauf Lust habe und entscheide das dann recht spontan." Axilla war reich genug, um darauf zu pfeifen, was andere denken mochten. Wenn sie nicht da wäre, würde niemand wagen, etwas zu sagen. Und wenn sie da wäre, auch nicht.

    Dafür, dass er dieses Wunder angeblich sehen wollte, fand Axilla ihn sehr zurückhaltend. Sie schaute ihn eine Sekunde mit schiefgelegtem Kopf an und musste wirklich überlegen, was er eigentlich sagen wollte. Und dass er nicht unbedingt das sagte, was er dachte, war für sie sehr offensichtlich. Eigentlich hatte sie immer gedacht, ihn gut lesen zu können, aber gerade hielt er sich hinter seinen Mauern verborgen. Aber sie drängte ihn nicht. Hatte sie nie und würde sie auch nie. Ab und zu hatte er einen kleinen Schubs bekommen, mehr nicht. Aber gerade schien er nicht einmal das zu wollen.

    Sie beendete ihre Betrachtung und erhob sich kurz, um zu der Wiege zu gehen. Sie summte leise weiter ein Schlaflied, während sie sich hinunterbeugte und vorsichtig die Finger unter ihr Kind schob. Sie wusste, wie sie ihn hochnehmen musste, ohne dass er aufwachte, wobei Lucius da wirklich ein pflegeleichtes Kind war. So dauerte es nicht lange, bis sie ihn im Arm hatte, den Körper vom Ellbogen gestützt und den Kopf in der Hand ruhend, und sie sich wieder mit ihm zu ihrem Platz begab, wo sie sich sanft lächelnd niederließ.

    "Er schläft wie ein Stein. Wenn er schlafen soll, ist es immer erst ein langer Kampf, aber wenn er dann mal im Reich der Träume ist, könnte wohl ein ganzer Triumphzug samt Elefanten an ihm vorbeimarschieren, ohne ihn zu wecken", meinte sie mit dieser Sanftheit in der Stimme, die sie nur bei ihren Kindern da hatte. Sie küsste seine kleine Stirn unter den feinen, blonden Härchen, was den kleinen Kerl im Schlaf die Mundwinkel zu einem Lächeln verziehen ließ, wenn auch nur kurz.

    "Er sieht fast aus wie Atticus damals", meinte sie, was sie zuvor schon oft festgestellt hatte, während sie sich so setzte, dass Caudex das Kind auch betrachten konnte. "Darf ich vorstellen, das ist Lucius Axius Scaurus", stellte Axilla ihren schlafenden Sohn vor und offenbarte mit dem Namen auch gleich, was in späteren Jahren offensichtlich werden würde. Scaurus war der Name, den Kinder mit Klumpfuß bekam, da diese später immer hinken würden.


    Aber das Gespräch war erst einmal bei ihrem ältesten Sohn. "Ach, ich glaube schon. Atticus hat ihn auch schon besucht, und ich bin mir sicher, dass er seinen Bruder liebt. Er ist nur zu wütend auf alles und jeden, um das zuzugeben", meinte Axilla leichthin. "Er wäre ein großartiger Vater. Aber er will nicht und wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen."

    Er hielt sich sehr zurück, was Axilla natürlich bemerkte, aber nicht weiter kommentierte. Sie nahm an, dass ihn das schlechte Gewissen plagte, auch wenn es das nicht unbedingt müsste. Sie war zu alt dafür, um wie ein junges Mädchen dem Liebeskummer nachzuhängen und in jede Begegnung von Mann und Frau mehr hineinzuinterpretieren, als es war. Nein, sie war wirklich fein damit, wie es war, und hegte deshalb keine finsteren Gedanken.

    Deshalb winkte sie auch ab, als er sich entschuldigen wollte, und setzte sich auf die bequeme Polsterbank vor dem Fenster zum Garten, auf der sie häufig saß, wenn sie hier war. Hier war das Licht einfach wunderbar, fand sie, und der Ausblick war geradezu romantisch, auch wenn der Garten jetzt im Herbst langsam die Blätter verlor. Aber auch das hatte seine eigene Schönheit, wenn so langsam alles golden und rot wurde. Sie bot auch Caudex einen Platz an, die Bank war schließlich breit genug, und schaute nebenbei einmal kurz in die niedrige Wiege, wo ihr Sohn wie ein Stein schlief, die Händchen zu Fäusten geballt neben dem Kopf liegend. "Ach, mach dir darüber keine Gedanken. Nur habe ich auch recht wenig Zeit. Es ist nicht so einfach, zwei Haushalte zu führen und beiden gerecht zu werden. Du hast Glück, dass ich heute hier bin. In einer Stunde muss ich schon wieder zu meinem Mann, damit wir heute Abend eine langweilige Cena geben können." Ja, das würde noch zu einem Problem werden, fürchtete Axilla, die eigentlich nicht bereit war, ihr Haus aufzugeben. Aber je älter Lucius werden würde, umso schwieriger würde es werden, wenn der seinen Vater nicht kannte. Sie wusste das ja noch von Titus Atticus und Cossus Largus, wie das war, ein Kind ohne Vater großzuziehen, und auch, wenn Axius Lucro so seine Fehler hatte, er hatte auch seine Tugenden. Allen voran, das Kind als seines zu akzeptieren.

    Nero überreichte ihr auch gleich ein kleines Geschenk für das Kind und Axilla grinste leicht, als sie das Pferdchen entgegennahm und sich einen kleinen Kuss auf die Wange geben ließ, zusammen mit reichlichen Segenswünschen. "Das ist sehr aufmerksam von dir", meinte sie lächelnd und betrachtete das Pferdchen. "Wenn er größer wird, wird er sich sicher hierüber sehr freuen." Im Moment würde er es bestenfalls einspeicheln, wenn er es denn gut halten konnte. Er war noch in dem süßen Alter, wo alles neu und aufregend war. Axilla wusste, wie schnell diese Babyzeit vorbeiging, und sie wollte sie am liebsten festhalten.


    Kurz ließ sie ihren Blick über Caudex gleiten. Ob er es ahnte? Nun, wahrscheinlich. Das erklärte auch gut, warum er sich nicht hatte blicken lassen und Abstand gehalten hatte. Besser jedenfalls als die Geschichte mit “zu viel zu tun“. Aber jetzt war er hier, und hielt vorsichtigen, geradezu angespannten Abstand. Axilla legte den Kopf leicht schief. "Möchtest du meinen Sohn gerne sehen?" fragte sie geradeheraus, weil er sich bislang wohl noch nicht getraut hatte, Lucius wirklich zu betrachten.

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    Begoas wollte schon den Mund aufmachen, aber Araros schnitt ihm mit einer Handbewegung den Satz ab. "Nun, sie hat nichts von einem Besuch erwähnt", sagte Araros höflich, aber bestimmt. Die Botschaft würde beim Tiberier sicher auch dann ankommen, wenn er freundlich war: Schreib gefälligst, bevor du hier her kommst. Aber natürlich sagte er sowas nicht zu einem Senator und Gast des Hauses.


    "Ich kann sie fragen, ob sie heute etwas Zeit für dich hat", meinte Araros, ließ aber durch die Tonlage durchblicken, dass der Tiberier sich nicht zu viel Hoffnung darauf machen sollte. Soweit der alte Sklave wusste, wollte seine Herrin heute Abend wieder ihre repräsentativen Pflichten als Ehefrau wahrnehmen und dementsprechend später zum Haus ihres Mannes reisen, um sich dort für irgendein schniekes Abendessen fein zu machen.


    Er schickte also Begoas los mit ein paar geflüsterten Anweisungen, wie er die Aufgabe erledigen sollte, und wartete so lange mit dem Tiberier an der Porta. Einem Senator schlug man schließlich nicht die Tür vor der Nase zu. Ganz egal, was der Araros' Meinung nach angestellt hatte. Und in dem fall war das eine Menge.


    Nach einer ganzen Weile kam Begoas zurück und schaute kurz zwischen Araros und dem Tiberier hin und her und überlegte, wem er nun die Nachricht überbringen sollte. "Jetzt sag schon", sagte Araros ungeduldig und forderte den Jungen auf, den Mund aufzumachen.

    Begoas schaute nochmal kurz, dann vermeldete er. "Domina Axilla hat Zeit, für eine halbe Stunde. Sie wartet in der Bibliothek."

    Araros seufzte leise und trat beiseite, so dass der Tiberier eintreten konnte. "Das üben wir noch", brummelte er. Und dann lauter: "Begoas, begleite Senator Tiberius doch bitte zur Domina"

    Axilla hatte ganz sicher nicht damit gerechnet, dass Tiberius Caudex noch einmal zu Besuch kommen würde. Nun, anfangs, kurz nach der Geburt, hatte sie fast damit gerechnet, dass er sie aufsuchen würde. Oder dass er zum dies lustricus für ihren Sohn erscheinen würde. Aber nichts davon war geschehen, und so hatte Axilla das so für sich verbucht, dass der tiberier beschlossen hatte, dass er das Kind besser gar nicht sehen wollte. Eine Entscheidung, die Axilla verstand und sogar auf der einen Seite ein wenig erleichtert aufnahm. Nichts wäre schlimmer, als ein Mann, der noch öffentlich ihre Ehre infrage stellen würde, weil er die Ehelichkeit ihres Kindes infrage stellte, wegen… nunja, Ehre oder sowas. Manchmal taten Männer verrückte Dinge.

    So aber war sie davon ausgegangen, dass sich ihrer beider Wege wohl nicht mehr kreuzen würden oder eben nur noch bei seltenen Gelegenheiten wie den üblichen Festen und dergleichen. Sie war vielleicht etwas wehmütig, aber nicht ernsthaft traurig deshalb. Dafür freute sie sich viel zu sehr über ihren Sohn.


    Als es dann aber auf einmal hieß, er wäre da, war Axilla zugegebenermaßen sehr überrascht. Sie ließ Begoas Caudex hereinholen, während sie ihren Sohn in die kleine Wiege legte, die sich überall schnell herumtragen und aufstellen ließ. Grade schlief er glücklicherweise. Die letzte Behandlung des Arztes war jetzt drei Wochen her, und scheinbar hatte sie dem kleinen Kerl Linderung verschafft, so dass er weniger weinte.

    Sie strich noch einmal ihr Kleid glatt und wartete, bis Caudex hereinkam. Dann begrüßte sie ihn mit einem leichten Lächeln. "Caudex! Welche Überraschung. Ich hatte gar nicht mit dir gerechnet", sagte sie ehrlich und lächelte ihn freundlich an, ohne ihm wie früher um den Hals zu fallen oder ähnliches. Dafür konnte sie viel zu wenig die Umstände seine Besuches abschätzen, oder was er genau wollte. Und sie war sich auch nicht sicher, was sie wollte.

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    Wie immer öffnete Araros die Porta. Diesmal aber in Begleitung von Begoas, der langsam doch zum Mann heranwuchs und im letzten halben Jahr einen gewaltigen Wachstumsschub hinter sich gebracht hatte. Eigentlich wartete das ganze Haus nur darauf, dass ihm das erste Haar am Kinn sprießen würde oder er wahlweise in den Stimmbruch kommen würde. Aber noch war es nicht soweit, und so sah er eher aus wie ein zu groß gewachsenes Kind mit viel zu großen Händen und Füßen.

    Aber aus einem Grund, den Araros nicht verriet, hatte er beschlossen, Begoas in die Geheimnisse des Daseins als Ianitor einzulernen. Natürlich hatte das nichts mit seinem Rheuma zu tun, und wehe dem, der danach fragte! Nein, es war einfach so, dass Begoas etwas lernen sollte, also lernte er, indem er die Tür aufmachte und zuhörte.


    In dem Fall, wie Araros etwas verwirrt guckte. "Oh, Senator Tiberius. Was können wir für dich tun?" fragte er höflich und hilfsbereit wie immer, aber doch eindeutig etwas überrascht. immerhin war dieser Mann nun schon seit ziemlich langer Zeit nicht mehr vorbeigekommen, so dass Araros irgendwie angenommen hatte, dass die ganze Sache sich erledigt hätte.

    Gute Besserung.


    Vielleicht als Trost: Die Akutphase hält bei den meisten Menschen nur 2-3 Tage. Das heißt, wahrscheinlich hast du das schlimmste jetzt hinter dir. bei mir hielt sich nur der Husten recht hartnäckig zwei Wochen. Da war der Test schon lange wieder negativ, aber gekratzt hat es immer noch im Hals

    Lange ausgeschlafen, aufgeräumt, 3 Kinder gemanaged (nur eins ist von mir), Essen bestellt und unser 10jähriges ein wenig gefeiert :D Und mich gefreut, wie gut die PTR-Spritzen im Rücken geholfen haben. Jetzt tun andere Stellen weh, weil sich Verspannungen lösen :D Aber es wird.

    Bound by Blood
    this World inverted
    All the legends are true. We're Shadowhunters. We protect the human world from the demon world.
    The Dark War
    Lilith die erste Dämonin überhaupt, gelang es durch einen ihrer engsten Vertrauten - wieder Fuß in die Welt der Unterweltler zu fassen. Da sie schon seit sehr vielen Jahren in Edom, der Hölle verbannt worden war. So sponn sie sich Tag für Tag mit ihrem Sohn Jonathan die wildesten dunklen Pläne zusammen wie sie Rache an den Unterweltlern nehmen konnte und vor allem an denjenigen die sie verbannt hatten. Musste sich auch mit den Fürsten der Hölle herumschlagen ganz zu ihrem unvergnügen. Ihre Flucht aus Edom gelang ihr durch einen jahrelangen Freund, der durch ein aufwendiges, gefährliches Blutritual sie und ihren Sohn Jonathan zu sich beschwor. Unvorbereitet und erzürnt hatte sie den Hexer bei ihrem Erscheinen getötet und Jonathan, ihren Sohn beauftragt die Leiche zu beseitigen. Versteckt und unentdeckt erschuf sie mit Jonathan den Kelch der Dämonen. Mit dieser Macht die sie nun besaß wollte sie dem Rat zeigen, wer hier die Fäden in der Hand hielt. Sie erschuf neue Schattenjäger, welche Jonathan der sich als Schattenjäger ausgab der Hilfe benötigte - zu ihr lockte. Nahm jene erst gefangen und dann ließ er jene aus dem Kelch der Dämonen trinken. So schufen das Mutter-Sohn-Duo 'dunkle Shadowhunter' die sich die Erdunkelten nannten, eine bösartige Art der Schattenjäger. Gehörig ihren Erschaffern, und bereit alles zu tun. Die Erste der Erdunkelten, konnte jedoch fliehen - unbewusst formte sich aber zwischen ihren Erschaffern ein Band. Fühlte jene Schmerz, fühlten Lilith als auch Jonathan selbigen. Eine nervige Angelegenheit, wenn man sie beide fragte. Lilith beauftragte Jonathan in der Zwischenzeit, die ausgebüchste Erdunkelte zu finden, und zurück zu bringen um einen Weg zu finden diese Verbindung zu lösen mit Hilfe ihres Blutes. Welches sie dem Kelch ebenso zufügen würde - damit sich dies nicht mehr wiederholen konnte - doch wollte Jonathan sie überhaupt zurück bringen? Ganz andere Sorgen hatte Amara. Im Reich der Seeliequeen ging es ebenso heiß her. Die Königin der Seelies machte sich auf in eine der Paralellwelten, öffnete ein Portal - denn sie wollte die Schattenjäger ein für alle Mal vernichten und die alleinige Herrscherin über die Unterwelt werden. Nur durch eine alte Schriftrolle hatte sie das Wissen über ein mächtiges Portal. Es kostete ihr viel Kraft es zu öffnen und in ihrer Welt zu manifestieren, leider fand sie darin nicht das, was sie suchte, doch dafür tauchten plötzlich längst 'verstorbene Vorfahren' in ihrem Reich wieder auf. Die Untertanen waren in Aufruhr, und Amara versuchte das Chaos wieder zu richten, doch es gelang ihr nicht. Denn zu ihrem Erschrecken, tauchten ab da an auch neue Rassen auf und zu allem Überdruss, standen da vor ihr Will, Tessa und der Rest der Bande. Wie würde es nun weiter gehen? Auch dem Rat war nicht entgangen, dass sich hier irgendetwas auftat... Während Jonathan immer mehr und mehr Schattenjäger in Erdunkelte verwandelte, muss der Rat schließlich handeln. Es wurde Zeit erneut den Engelskelch zu nutzen, denn die Welt brauchte nun neue Schattenjäger! Eine Handvoll Institute wurden in der Zwischenzeit ausgewählt um jene auszubilden. New York, Los Angeles, London, Vancouver, Paris und Rom. Sie sollten ihre Pläne in die Tat umsetzen. Die Welt die die Shadowhunter vor den Menschen geheim halten wollten geriet ins Wanken...und war nicht länger im Verborgenen. Zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gut und Böse. Wofür entscheidest du dich? Wo wirst du stehen in dieser Welt? Bist du ein Mensch der das zweite Gesicht besitzt? Wirst du eventuell lernen ein Shadowhunter zu werden, oder fällst du gar Lilith in den Schoß und findest Gefallen an den Erdunkelten? Oder bist du ein einstiger Shadowhunter der als Mensch unter den Mundies lebte und siehst ebenso die Bedrohung und weißt, dass deine Hilfe von Nöten ist? Kehrst du zurück, oder entscheidest du dich für die dunkle Seite? Oder bist du gar ein neues Wesen, das sich in der Welt noch nicht ganz zurecht findest und auf die Organisation 'Praetor Lupus' stößt, die dich leiten wird? Oder fängt dich Lilith auf um ihre Armee zu stärken?
    Facts & Links
    Fakten zum Board:
    Wir sind ein Bilinguales Shadowhunter RPG » Unser Rating ist L3S3V3. Empfohlen ab 18 Jahren. » Wir setzten mit freier Story und eigenen Wesen an. » Sämtliche Geschehnisse aus dem Inplay können im Forum und im Forums Wiki nachgelesen werden. » Zusätzlich können alle Wichtigen Ereignisse aus der Welt der Bücher bzw. der Serie in unserer Timeline nachgelesen werden. » Wir spielen im Jahr 2010 » Wir suchen noch viele Serien & Buchcharaktere als auch frei erfundene Charaktere » Bereits verstorbene Charaktere können mit gutem Grund wiederkommen » Wir spielen nach dem Prinzip der Szenentrennung. » Zu Spielen sind Wesen aller Art, auch selbst erfundenen Arten möchten wir die Möglichkeit nach Absprache mit dem Team - eine Heimat zu schenken - wenn jene in unser Setting passen » Ebenso sind erfundene Charakter gerne willkommen » Chill-Out-Area zum Plaudern » Wir haben keine Mindestpostinglänge. » Ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Serien/Bücher-Universum. » Serien/Buchwissen ist nicht nötig. Ausnahme: Serien & Buchcharaktere! » Kurze Steckbriefe! » Eigener Discord Server
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